Kein neues Ladengeschäft: Am Edeka in Bork entstehen bald Loftwohnungen

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Schon seit 2018 steht das Gebäude, in dem früher der Edeka in Bork untergebracht war, leer. Nun steht fest, wie das Gebäude weiter genutzt werden soll. Das kann man sich sogar schon ansehen.

Bork

, 15.07.2020, 14:13 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wie geht es mit dem ehemaligen Edeka-Gebäude an der Kreisstraße in Bork weiter? Auf diese Frage gab es lange Zeit keine sehr konkrete Antwort. Ende 2017 schloss der damalige Betreiber Uwe Thomaszik nach 18 Jahren die Türen seines Ladenlokals. Seitdem hofften viele Borker und auch die Stadtverwaltung, dass noch einmal ein neues Geschäft in den Räumlichkeiten eröffnen würde.

Er bedauere die Schließung hoffe aber, „dass es dem Eigentümer des Gebäudes gelingt, eine Nachfolgenutzung im Lebensmittelbereich zu erreichen“, hatte Bürgermeister Mario Löhr damals unserer Redaktion gesagt.

Kein Mieter für die Geschäftsräume gefunden

Inzwischen ist aber klar: von dem Gedanken, dass nochmal ein Geschäft an der Kreisstraße 286 eröffnet, hat sich der Eigentümer des Grundstücks, die Baugesellschaft WBG, inzwischen verabschiedet. „Wir haben alles versucht, was in unserer Macht stand“, sagt Prokurist Heinrich Moch auf Anfrage, „wir konnten aber keinen guten Mieter finden.“ Irgendwann müsse man dann einfach einmal einen Schlussstrich ziehen.

So sieht das einstige Ladenlokal aktuell von innen aus.

So sieht das einstige Ladenlokal aktuell von innen aus. © Marie Rademacher

Es hätte zwar Anfragen von Geschäftstreibenden gegeben, aber nur „im kleinen Ausmaß“, so Moch. Die Lage sei für die meisten einfach nicht interessant gewesen. Der ursprüngliche Mieter Uwe Thomaszik hatte sein Geschäft damals auch wegen der Konkurrenz zu Lidl und Rossmann geschlossen, die im Jahr 2017 neu in Bork eröffnet hatten. Sein 800 Quadratmeter-Geschäft hatte mit der größeren Konkurrenz nicht mithalten können, sagte er damals.

Für die WBG ist nun klar, dass das gesamte Gebäude zum Wohnhaus wird. 2019 hatte die Wohnungsbaugesellschaft noch überlegt, nur einen Teil des Gebäudes für Wohnungen zu nutzen. Die Gesellschaft selbst bedauert laut eigenem Bekunden, keinen Mieter gefunden zu haben. Zum einen für die Borker, aber auch aus geschäftlichen Gründen. Schließlich müsse das verhältnismäßig neue Gebäude - es wurde 1998 erbaut - nun entsprechend umgebaut werden. „Der Umbau kostet fast zwei Millionen Euro. Das müssen wir auch erstmal erwirtschaften“, sagt Heinrich Moch.

Diese Visualisierung zeigt, wie es im ehemaligen Edeka in Bork einmal aussehen soll.

Diese Visualisierung zeigt, wie es im ehemaligen Edeka in Bork einmal aussehen soll. © WBG

Insgesamt sollen nun bis zu elf Wohnungen in dem Gebäude entstehen. Angedacht sind eins- bis Vierraumwohnungen, die zwischen 42 Quadratmeter und 95 Quadratmeter groß sein sollen, so Moch.

Wohnungen werden schon beworben

Auf einschlägigen Immobilien-Portalen wird für die Wohnungen sogar schon geworben, „hochwertig und modern im Loft-Style“, sollen sie sein. „Wir freuen uns, dass dort schöne Wohnungen entstehen“, sagt auch Heinrich Moch.

So könnte es in den Wohnungen an der Kreisstraße 286 einmal aussehen.

So könnte es in den Wohnungen an der Kreisstraße 286 einmal aussehen. © WBG

Doch auch, wenn die Wohnungen schon inseriert werden: wer dort einziehen möchte, muss sich noch ein bisschen gedulden. Moch geht davon aus, dass die Wohnungen Mitte des nächsten Jahres bezugsfertig sein werden. Allerdings stehen auch die Bauanträge noch aus. Sie sollen in den kommenden Wochen eingereicht werden, sagt Moch. Zu den Quadratmeterpreisen kann sich der Prokurist noch nicht äußern. Sie stehen noch nicht fest, da auch die Ausschreibungen für den Umbau noch nicht erfolgt seien.

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