In St. Josef sind Besuche erlaubt, aber nur nach Anmeldung. © Jessica Hauck (Archiv)
Corona-Krise

Appell: Besuche in Selmer Altenheimen auf ein Minimum reduzieren

Besuche zu Weihnachten in Altenheimen - ein schwieriges Thema mitten im harten Lockdown. Einerseits sollen die Bewohner geschützt werden, andererseits sollen sie nicht einsam sein.

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann hat in dieser Woche eine

Besuchsgarantie für Pflegeheime ausgesprochen. Dennoch bitten die Betreiber der örtlichen Einrichtungen darum, die Besuche auf ein Mindestmaß zu reduzieren. Aus Rücksicht auf die Gesundheit der Bewohner.

Im Caritas-Altenzentrum St. Josef in Selm sind grundsätzlich Besuche möglich. Diese sind auf zwei Besuche pro Tag und zwei Personen je Besuch begrenzt, so Pressesprecher Thomas Middendorf auf Anfrage. Alle Gäste müssen sich vor Besuchsbeginn registrieren. Es erfolge eine Symptomabfrage und Temperaturkontrolle. Besucher mit Corona-typischen Symptomen oder erhöhter Temperatur dürfen die Einrichtung nicht betreten.

Tragen einer FFP2-Maske ist Pflicht

Middendorf: „Zudem führen wir bei allen Besuchern regelmäßige Schnelltests durch. Ohne negatives Testergebnis ist ein Zutritt in die Einrichtung nur mit Einschränkungen möglich. Während der gesamten Dauer des Besuchs ist das Tragen einer FFP2-Maske verpflichtend. Desinfektions- und Hygieneregeln sind selbstverständlich einzuhalten.“

Um Besuche überhaupt zu ermöglichen, ist eine vorherige, telefonische Anmeldung über den Empfang der jeweiligen Einrichtung zwingend erforderlich.

Die maximale Besuchsdauer beträgt zwei Stunden.

Die Besuche sind auf den Bewohnerzimmern möglich. Middendorf: „Allerdings gehören die uns anvertrauten Menschen zur Höchstrisikogruppe. Sie leben in unseren Einrichtungen in Hausgemeinschaften, die es dringend zu schützen gilt.“

Daher bitten die Verantwortlichen des Caritas-Verbandes in der aktuellen Lage die Familien dringend darum, auf Besuche zu verzichten. Für Angehörige, die aus Rücksicht auf die Bewohnerinnen und Bewohner von einem Besuch absehen, stehen in den Einrichtungen Tablets für digitale Besuche zur Verfügung.

Middendorf: „Unsere Mitarbeitenden helfen den Senioren bei der Bedienung der Geräte. Die Möglichkeit zur Kommunikation mit Angehörigen wurde seit Beginn der Pandemie bereits vielfach genutzt.“

Appell an das Verständnis der Angehörigen

Thomas Proske, Inhaber des „Hauses zur Sonne“, hat zwar Verständnis dafür, dass Angehörige gerade an Weihnachten zu Besuch kommen würden, doch er bittet angesichts der hohen Infektionszahlen, darauf zu verzichten.

„Herein dürfen nur die direkten Angehörigen, meistens eine Person pro Bewohner, Pflegedienste und ich als Betreiber. Ich will ein bisschen weihnachtliche Stimmung hineinbringen“, sagt Proske. Es könne aber nicht sein, dass fast alle Geschäfte geschlossen werden, und dann viele Besucher ins Haus kommen.“ Das werde auch ganz strikt so gehandhabt. Proske appelliert an das Verständnis der Menschen und bittet, das zu akzeptieren, um die Bewohner nicht zu gefährden.

Über die Autorin
Redaktion Lünen
Beate Rottgardt, 1963 in Frankfurt am Main geboren, ist seit 1972 Lünerin. Nach dem Volontariat wurde sie 1987 Redakteurin in Lünen. Schule, Senioren, Kultur sind die Themen, die ihr am Herzen liegen. Genauso wie Begegnungen mit Menschen.
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Beate Rottgardt

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