Asylkreis Selm will sich am Mittwochabend gründen

Flüchtlingen helfen

Die Initiative, sich für Flüchtlinge in Selm zu engagieren, nimmt weiter Fahrt auf: Mittwochabend trifft sich um 19 Uhr eine Gruppe Ehrenamtlicher in der Burg Botzlar. Wer helfen will, sollte zu diesem Treffen kommen. Und so kam es dazu.

SELM

, 13.04.2015, 18:49 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Kindertageseinrichtung "Drachenstark" an der Körnerstraße soll geschlossen werden. Die dort untergebrachte Gruppe soll in der Kita "Konfetti" am Bockmühlenweg unterkommen.

Die Kindertageseinrichtung "Drachenstark" an der Körnerstraße soll geschlossen werden. Die dort untergebrachte Gruppe soll in der Kita "Konfetti" am Bockmühlenweg unterkommen.

In der Burg Botzlar soll mit Hilfe der Stadt und des benachbarten Asylkreises Bork ein weiterer Asylkreis gegründet werden, der sich um die ausländischen Neuankömmlinge in Selm kümmert.

Eingeladen zu dem Treffen sind alle, die Interesse haben, sich ehrenamtlich zu engagieren. In der ehemaligen Kita Drachenstark an der Körnerstraße in Beifang leben zurzeit etwa 20 Menschen aus Syrien, Afrika und Indien, die zum Teil erst seit wenigen Wochen in Deutschland sind. Sie haben es schwer, sich mit den Behörden auseinanderzusetzen, alltägliche Dinge zu erledigen und Anschluss an die Bevölkerung zu bekommen. Dabei können sie Übersetzungs- und andere praktische Hilfe, aber auch Deutschkurse, Sportangebote oder ähnliches brauchen.

Stadt will sich Unterkunft erneut anschauen

Ende März hielt Manfred Uckat dem Arbeitskreis Bildung der SPD ein Impulsreferat über die Arbeit des seit September tätigen Asylkreises Bork. In der Ratssitzung ein paar Tage später richtete die SPD-Fraktion eine Anfrage an Bürgermeister Mario Löhr und Dezernentin Sylvia Engemann, in der sie erfragte, welche Schritte die Stadt gegangen sei, um Ehrenamtliche zu finden und Räume für Treffen und Aktivitäten anzubieten.

Parallel veröffentlichten wir einen Bericht aus einer Stippvisite des Bürgermeisters und der Beigeordneten in den drei Unterkünften: Wir berichteten ein paar Tage später darüber – und schnell meldeten sich fünf Selmer unabhängig voneinander, die Interesse hätten, diese schwierige Situation der Flüchtlinge im Scharnier zwischen Traum und Wirklichkeit zu lösen. Eine der Interessentinnen knüpfte Kontakt zum Asylkreis Bork und sprach mit der Stadtverwaltung.

Ergebnis: Der erste Schritt ist das Treffen zur Gründung eines Asylkreises am Mittwochabend (15. April), der zweite eine Begehung von Vertretern aus Fraktionen und Verwaltung des Übergangsheims am Donnerstag (16. April) um 11 Uhr. 

In einer vorherigen Version hatten wir fälschlicherweise Dienstag als Termin für das Gründungstreffen angegeben. Es findet jedoch am Mittwoch statt.

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