Auch die Skulptur auf dem Rodelhügel ist zum größten Teil gefördert worden. © Günther Goldstein
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Auenpark in Selm: Wie viel mehr als geplant hat er gekostet?

Der Auenpark mit Spielplatz und Glaskuppel hat sich ein Jahr nach Eröffnung etabliert in Selm. Aber: Ist die Umsetzung eigentlich viel teurer gewesen als anfangs geplant?

Noch nicht ganz, aber fast ein Jahr ist es her, dass der Auenpark in Selm am 31. Juli 2020 der Öffentlichkeit als Stadtpark übergeben wurde. Mit Auenlandschaft, großem Spielplatz, der Glaskuppel, dem Rodelhügel, dem Bachlauf und den kleinen Brücken hat er sich längst etabliert in Selm. Im Hauptausschuss am Donnerstag (17. Juni) ist jetzt besprochen worden, wie viel mehr als eigentlich geplant der Auenpark die Stadt schlussendlich gekostet hat.

„Die Schlussrechnung der hauptausführenden Firma liegt jetzt vor und wird derzeit geprüft. Weiterhin muss noch die Schlussrechnung der Ingenieurleistungen erfolgen. Die derzeit noch vorhandenen Haushaltsmittel reichen für die Schlusszahlungen nicht aus. Die Mehrkosten werden in Höhe von 250.000 Euro erwartet“, erklärt die Stadtverwaltung in den Unterlagen.

Sollte die Skulptur auf dem Rodelhügel nicht gefördert werden?

Dass es zu den Mehrkosten gekommen ist, so heißt es dort, liegt zum einen an der Skulptur, die auf dem Rodelhügel steht. Und daran, dass die Herstellung eines Ersatzhabitats für Kiebitze notwendig gewesen sei.

Gerade im Hinblick auf die Skulptur gab es einige Nachfragen bei den Ausschussmitgliedern: War es nicht so, dass die bunte Kuppel auf dem Rodelhügel vom Regionale-Projekt gefördert werden sollte? Ja – so ist es. Das betonten auch Bürgermeister Thomas Orlowski und Beigeordnete Sylvia Engemann noch mal. Es sei so, dass die Zusatzkosten in Höhe von 250.000 Euro genauso gefördert werden wie der Rest der Kosten für das Projekt. Das heißt ganz konkret: 80 Prozent der Mehrkosten wird durch Fördergelder von Land und Bund getragen. 20 Prozent trägt die Stadt: Das sind dann also nur 50.000 Euro.

Insgesamt, so erklärte es Sylvia Engemann noch mal, lag das Gesamtbudget für den Bereich Selmer Bach und Auenpark bei 5,2 Millionen Euro. Wie schon erklärt: Die ganze Maßnahme am Auenpark wird von der Regionale 2016 – einem Strukturförderprogramm des Landes NRW – zu 80 Prozent gefördert.

Vier Bausteine des Regionale-Projekts

Das Projekt hatte in Selm neben dem Auenpark und dem renaturierten Bach drei weitere Bausteine. Dazu gehören der Campus mit großem Platz und vielen Mehrfamilienhäusern sowie dem Haus der Wirtschaft. Ein weiterer Baustein heißt „Neue Stadt am Wasser“: Hier soll auf einer 15 Hektar großen Fläche am Selmer Bach ein neues Wohnquartier entstehen. Außerdem gehört die Burg Botzlar in Selm noch ins Regionale Projekt. Sie soll zu einem Ort des bürgerschaftlichen Engagements umgebaut werden. Der Umbau stockte zuletzt allerdings: Die Pläne sollten noch mal umgearbeitet werden.

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Marie Rademacher

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