Auf dem Rad schöne Ecken entdeckt

Serie "Mein Selm"

SELM Im zweiten Teil unserer Serie "Mein Selm" Erich Tuschmann die schönsten Ecken von Selm und Umgebung, die er auf dem Rad erkundet.

von von Malte Woesmann

, 30.11.2009, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Erich Tuschmann auf dem Rad

Erich Tuschmann auf dem Rad

Leise plätschert das Wasser in der Funne, der Himmel erstrahlt im Herbst noch einmal in seiner schönsten Pracht, die Blätter zeigen ihr farbenfrohstes Kleid. Genau die richtige Zeit und der richtige Ort für Erich Tuschmann, um sich mal wieder in den Sattel zu schwingen.Abschalten und entspannen "Wenn ich mal abschalten und entspannen muss, dann trete ich in die Pedale", sagt der 68-Jährige. Jeden Tag ist er im eigenen Autohaus im Dienst, kümmert sich um die Kunden. "Da braucht man einen Ausgleich", sagt er und schmunzelt. Weit treibt es ihn dabei aber nicht von Selm weg. So viele schöne Ecken gebe es hier. Ob die Radwege entlang der Funne am Freibad, zum Ternscher See oder nach Bork. Erich Tuschmann hat sie alle schon unter seine zwei Räder genommen. "Die Radwege sind auch alle sehr sauber und gut im Schuss", lobt er.

Insbesondere die Strecke durch den Cappenberger Forst reizt ihn dabei sehr. "Wo kann man denn heute noch so schön durch einen Wald fahren", fragt er. Richtig, genau vor der Haustür. Sauberei Sitzbänke laden dann ein, eine Rast einzulegen, die Seele baumeln zu lassen.

Welt noch in Ordnung "Ich habe dann immer das Gefühl, dass die Welt noch in Ordnung ist", sagt er. Die Sorgen des Alltags sind dann erst einmal verflogen. "Nach so einer Tour fühle ich mich entspannt und habe wieder Kraft getankt", sagt er. Und so wie er es sagt, im Brustton der Überzeugung, da weiß man genau: So wie er es sagt, meint er es auch.

Seit 1958 in Selm 1958 ist Tuschmann von Herbern nach Selm gezogen, kennt also das Münsterland sehr gut. Den Leitspruch der Stadt "Selm, eine Stadt mit Freiraum", sieht er positiv für alle Bürger. "Freiraum ist das, was wir als gestresste Bürger doch am meisten brauchen." In Selm gebe es ja noch genügend davon. Er will sich daher auch nicht dem ständigen Schwarzsehen anschließen.

"Ich sehe eigentlich immer alles positiv. Man muss einfach nach vorne schauen und das Beste daraus machen. Wenn man alles negativ sieht, dann wird doch nichts draus", betont er. Da wünscht man sich doch, dass viel mehr Selmer das Leben so positiv sehen würden. Vielleicht sollten sie es einfach mal mit einer Radtour versuchen.

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