Ausschuss entscheidet über Zukunft des Kindergartens Mittendrin

Zwei Träger zur Auswahl

Die Stadt Selm beabsichtigt, die Trägerschaft ihres einzigen Kindergartens aufzugeben. Für die Einrichtung "Mittendrin" gibt es zwei Interessierten. An wen die Stadt den Kindergarten abgibt, soll sich am Dienstag entscheiden.

SELM

von Von Malte Woesmann

, 02.11.2012, 16:46 Uhr / Lesedauer: 1 min
<p>Die Nachfolge-Regelung für die Trägerschaft des Kindergartens Mittendrin soll nächste Woche fallen.  <p></p> Woesmann (A)</p>

<p>Die Nachfolge-Regelung für die Trägerschaft des Kindergartens Mittendrin soll nächste Woche fallen. <p></p> Woesmann (A)</p>

Arbeiterwohlfahrt oder Deutsches Rotes Kreuz? Vor dieser Wahlmöglichkeit steht der Ausschuss für Jugendhilfe, Familie und Soziales am Dienstag. Dann entscheidet sich, an wen die Stadt die Trägerschaft für ihren Kindergarten Mittendrin übergeben wird.Entscheidung steht schon länger Dass die Stadt beabsichtigt, die Trägerschaft ihres einzigen eigenen Kindergartens aufzugeben, war erst vor ein paar Monaten aufgekommen. Im Zuge der Aufstellung des Haushaltssanierungsplanes wurde dieser Schritt angedacht. Gespräche mit denkbaren Trägern sollten geführt werden, die in den vergangenen Monaten stattgefunden haben. Das Ergebnis: Mit dem Deutschen Roten Kreuz und der Arbeiterwohlfahrt haben gleich zwei Träger Interesse an der Übernahme von Mittendrin bekundet.Ganz geräuschlos dürfte der Trägerwechsel jedoch nicht über die Bühne gehen. Die Leiterin des Kindergartens, Kornelia Braun-Buldermann, warnte bereits im Frühjahr vor der Aufgabe. Gerade die unsichere Zukunft, in der die Mitarbeiter durch die Aufgabe entlassen würden, spräche gegen einen Trägerwechsel. Zudem würde man die Trägervielfalt aufgeben.Unterschiedliche Aussichten für Mitarbeiter Zwar haben DRK als auch AWO bekundet, sämtliche Mitarbeiter zu übernehmen, trotzdem gibt es zwei wesentliche Unterschiede der Angebote. Während das Deutsche Rote Kreuz zusichert, sämtliche Beschäftigen unbefristet zu den derzeitigen finanziellen Konditionen zu übernehmen, sichert dies die AWO nur für ein Jahr zu. Danach sollen die Mitarbeiter nach dem AWO-Tarifvertrag beschäftigt werden, der unterhalb des jetzigen Lohnniveaus liegt.

Das DRK möchte zudem den Kindergarten bereits zum 1. Januar 2013 übernehmen, nicht erst zum geplanten Termin im August. Die Arbeiterwohlfahrt kündigt zudem an, die Hauswirtschafts- und Reinigungskraft nicht übernehmen zu können. Dies würde für alle Angestellten gelten, die nicht über das Kinderbildungsgesetz (Kibiz) finanziert würden. Einig sind sich beide möglichen Träger, dass die Einrichtung in ihrer jetzigen Form weitergeführt beziehungsweise sogar entwickelt werden soll. In der Ausschusssitzung werden sich beide Träger und ihre Konzepte noch einmal vorstellen.

 

 

Malte.Woesmann

@ruhrnachrichten.de

 

 

 

 

Der Jugendhilfeausschuss tagt am Dienstag, 6. November, ab 17 Uhr in der Burg Botzlar.

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