Bäume an der alten Zechenbahn sind gefällt - aber was ist mit den Nistkästen passiert?

Nistkästen

Die vom Pilz befallenen Bäume an der alten Zechenbahn sind gefällt. Doch nun gibt es ein Problem: Wo sind die Nistkästen des NABU geblieben? Diese waren laut Uwe Norra sogar schon bewohnt.

Selm

von Carina Strauß

, 21.03.2020, 17:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
An der Alten Zechenbahn wurden rund 100 Bäume gefällt, an denen teilweise auch Nistkästen angebracht waren.

An der Alten Zechenbahn wurden rund 100 Bäume gefällt, an denen teilweise auch Nistkästen angebracht waren. © Carina Strauß

„Erneuter Baumfrevel in Selm“, heißt es in einem Facebookpost, den Uwe Norra vom NABU Selm am Dienstagabend (17. März) veröffentlicht hat. Dabei geht es um die Bäume an der Alten Zechenbahn, die Dienstag gefällt wurden. Die Fällung war notwendig, weil die Bäume mit der Rußrindenkrankheit befallen waren, die auch eine Gefahr für die Menschen darstellt.

Das Problem: An den Bäumen hingen Nistkästen. „Die Frage nach dem Verbleib von zwölf Nistkästen, die von der Naturfördergesellschaft des Kreises Unna bezahlt und vom NABU da aufgehängt worden waren, konnten die Arbeiter nicht zuverlässig beantworten, sondern meinten nur, die könnten bei der Stadt Selm sein. Also sind zwölf unserer Nistkästen spurlos verschwunden, ohne dass wir vom NABU zuvor informiert wurden“, schreibt der Selmer Ornithologe Uwe Norra. Zudem hätten die Meisen aufgrund des milden Winters schon mit dem Nisten begonnen.

Nistkästen sind bei den Stadtwerken

Dass die Nistkästen spurlos verschwunden sind, stimmt nicht ganz. Zwar hatte die Naturfördergesellschaft keine Information bekommen, „aber selbstverständlich hat niemand die Nistkästen weggeschmissen“, sagt Malte Woesmann, Sprecher der Stadt Selm. Die Mitarbeiter der Stadtwerke hätten alle eingesammelt und eingelagert. Im Gespräch mit Norra und seinen Mitstreitern könne über die weitere Verwendung entschieden werden.

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