Bahnhof Beifang: Bahn investiert eine Million Euro

Bis 2019 barrierefrei

Kein einziger Bahnhof in Selm ist barrierefrei. Das ist für viele Menschen mit Behinderung, Senioren und Familien mit Kleinkindern ein derart großes Problem, dass die CDU-Bundestagsabgeordnete Sylvia Jörrißen sich in einem Schreiben an die Bahn gewandt hatte - vor drei Monaten. Jetzt kommt Bewegung in die Sache.

SELM

, 17.02.2016, 16:31 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Bahnhof Selm-Beifang soll für insgesamt eine Million Euro barrierefrei gemacht werden.

Der Bahnhof Selm-Beifang soll für insgesamt eine Million Euro barrierefrei gemacht werden.

Nach drei Monaten hat sich ein Bahnsprecher zu dem Schreiben der CDU-Bundestagsabgeordneten Sylvia Jörrißen vom 10. November geäußert. Das Ergebnis: Es wird sich etwas ändern.

Jörrißen hatte nach eigenen Angaben beim Vorstand der Deutschen Bahn darum geworben, die Barrierefreiheit an den Selmer Bahnhöfen zügig herzustellen. Der Bahn-Konzernbevollmächtigte für das Land Nordrhein-Westfalen, Rainer Latsch, kündigte in einem Schreiben an Sylvia Jörrißen an, dass Selm-Beifang als erster Bahn-Haltepunkt behindertengerecht modernisiert werde.

Das ist für die Bahnstation in Selm-Beifang geplant:

  • Der Bahnhof erhält einen 76 Zentimeter hohen Bahnsteig mit einer Länge von 120 Meter und einer Breite von 2,75 Meter.
  • Zudem wird ein „taktiles Blindensystem“, so heißt das offiziell, eingebaut: Die Oberfläche der Pflastersteine hilft den Sehbehinderten bei der Orientierung.
  • Zum Bahnsteig wird dann eine neue Rampe führen.
  • Darüber hinaus werden Schilder, die Bahnsteigausstattung und die Beleuchtung erneuert.
  • Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 1 Millionen Euro.

Allerdings ist die Fertigstellung den Aussagen der Bahn zufolge nach heutigem Projektstand frühestens 2019 möglich. „Das ist eine gute Nachricht für Selm“, teilte Sylvia Jörrißen mit – „auch wenn die Antwort zum Ausbaubeginn unbefriedigend ist. Jetzt müssen wir mit der Stadt und der örtlichen Politik überlegen, welche Möglichkeiten es gibt, einen früheren Ausbaubeginn zu erreichen.“ Auch stehe infrage, wie die Situation in Bork zu bewerten sei.

 

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