Bahnstrecke war nach Bombenfund gesperrt - LKW fuhr Blindgänger durch die Gegend

Knapp an Katastrophe vorbei

SELM Nach dem Fund einer Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg war die Bahnstrecke zwischen Dortmund und Lünen am Donnerstag zeitweise gesperrt. Viele Pendler saßen in Nahverkehrszügen fest. Als die Bombe gefunden wurde, hatte sie jedoch schon eine Reise auf einem LKW quer durch Dortmund hinter sich. Diese verrückte Geschichte beschäftigt seitdem die Behörden.

von Von Arne Niehörster

, 22.10.2009, 22:30 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der machte sich schließlich mit seiner hochexplosiven Fracht auf in den Dortmunder Stadtverkehr. Den „blinden“ Passagier an Bord. Bis der Kipper auf der Westfalenhütte ablud und ein Arbeiter die Bombe gegen 15 Uhr entdeckte. „Dann wurde sofort der Kampfmittelräumdienst alarmiert“, so Linden. Die Experten aus Hagen entschärften den Blindgänger problemlos um kurz vor Fünf. Die Bezirksregierung hat am Donnerstagabend nach Anfrage unserer Redaktion unmittelbar reagiert. „Wir haben das Ordnungsamt in Dortmund kontaktiert“, sagt Linden. Das schickt am Freitag seine Mitarbeiter auf die Baustelle, um zu höchster Vorsicht zu mahnen. Und um anzuordnen, dass die Bagger ab sofort kleinere Schaufeln benutzen sollen. Damit nichts mehr „durchschlüpfen“ kann.

Für den Bahnverkehr war der Bombenfund – knapp 400 Meter vom Haltepunkt Kirchderne und 100 Meter von den Gleisen der Strecke Dortmund-Münster entfernt – letztlich ein „ganz normaler“. Die Strecke wurde gesperrt. 13 Züge kamen insgesamt 161 Minuten später, fünf fuhren Umleitungen. Sechs Züge fuhren nicht bis zur Endstation, drei fielen gänzlich aus. 

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