Bauen in Bork: Paar ärgert sich darüber, dass das Baugrundstück zugemüllt wird

mlzBaugrundstück

Meike Müller und Sven Zimmermann wollen bald mit dem Bau ihres Hauses in Bork beginnen. Allerdings gibt es da noch ein Problem: ein Müllberg auf dem Grundstück, der immer größer wird.

Bork

, 07.01.2020, 11:16 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eigentlich haben Meike Müller (31) und Sven Zimmermann (36) Grund, sich in diesem Jahr auf so einiges zu freuen: Ihre Hochzeit steht im Mai an, der Bau für das eigene Haus soll bald beginnen. Alles aufregende Meilensteine im Leben. Aber dann ist da auch noch dieses Ärgernis. „Dieser Müllhaufen“, sagt Meike Müller.

Hausbau verzögerte sich

Das Paar steht auf seinem Baugrundstück in der Bernhard-Pröbsting-Straße in Bork. Eigentlich sollte die Wiese vollkommen leer sein. Stattdessen liegen dort rostige Bauzäune, Bretter, die teilweise schon moderig sind, und anderer Bauabfall. Insgesamt zwei größere Berge mit Müll sind inzwischen zusammen gekommen.

„Das macht uns halt traurig und wütend“, sagt Meike Müller. Im Juli 2018 hatte das Paar, das aktuell in Lünen lebt, das Grundstück gekauft. Ursprünglich war es so geplant, dass das Haus der jungen Familie jetzt schon fertig sein sollte, wie einige andere Häuser in dem Neubaugebiet es bereits sind. Dann kam aber Lasse dazwischen. Der inzwischen einjährige kleine Sohn der beiden. Sie entschlossen sich, später mit dem Hausbau zu beginnen.

Je mehr Bau voranschritt, desto mehr Müll

Als im Dezember 2018 der Bau für die ersten Häuser in dem Neubaugebiet begann, sei es auch mit dem Müll losgegangen, erklärt Meike Müller. „Man hat das schon gesehen, je mehr der Bau an den Häusern voranschritt, desto mehr blieb hier liegen“, sagt Sven Zimmermann.

Regelmäßig haben sie seitdem die Situation an ihrem Grundstück beobachtet. Zunächst hätten die beiden sich vorgenommen, einfach einen Transporter zu mieten und den Müll dann irgendwann selbst zu entsorgen. Manchmal wurde auch Müll nur zwischengelagert und tatsächlich abtransportiert.

Noch mehr Müll kam dazu

Bei ihrem letzten Besuch Anfang Januar stellten sie aber fest, dass noch mehr Müll dazugekommen war. Da reichte es ihnen. Dazu kam ein Schild mit dem Namen und der Telefonnummer einer Baufirma. Dort versuchte Meike Müller anzurufen. Doch offenbar befand man sich bei der Firma noch im Weihnachtsurlaub. „Ich verstehe das gar nicht, warum so eine Baufirma den Abfall nicht einfach nach Arbeitsende mitnimmt“, sagt Sven Zimmermann.

Bauen in Bork: Paar ärgert sich darüber, dass das Baugrundstück zugemüllt wird

An zwei Orten auf dem Gelände liegt Müll. © Sabine Geschwinder

So eine Firma hätte ja schließlich in der Regel einen Transporter. Und man könne die Abfälle auf dem Wertstoffhof entsorgen. Das Paar hingegen müsste sich erst den Transporter besorgen. Ebenso wie geeigneten Werkzeuge, um zum Beispiel so etwas wie den Bauzaun transportgerecht zu zerkleinern.

„Es geht ums Prinzip“

Sven Zimmermann und Meike Müller können nicht verstehen, warum die Verursacher des Mülls - ihrer Meinung nach mutmaßlich die Baufirmen - ihr Grundstück als Müllkippe benutzen. „Es geht ja auch ums Prinzip“, sagt Sven Zimmermann. „Man denkt doch, dass die Leute das aus Respekt und Verantwortungsgefühl nicht einfach so auf ein anderes Grundstück schmeißen“, sagt Sven Zimmermann. Wenn man Müll dabei habe und ihn gerade nicht wegschmeißen könne, dann transportierte man ihn doch auch erst mal in der Jackentasche und entsorge ihn später.

Bauen in Bork: Paar ärgert sich darüber, dass das Baugrundstück zugemüllt wird

Dieser Abfall ist erst kürzlich dazugekommen. © Sabine Geschwinder

Das Paar versichert, es ginge ihnen hier nicht darum, es sich gleich mit den neuen Nachbarn zu verscherzen, sie möchten auch nicht mit dem Finger auf jemanden zeigen. Sie wissen aber auch, dass sie nicht viele Möglichkeiten haben. Um das Gelände mit einem Zaun abzusperren, müssten die beiden zuvor einige Auflagen erfüllen. Aufwand und Kosten, die sie sich eigentlich ersparen wollen. Zur Polizei oder zum Ordnungsamt zu gehen, würde nicht viel bringen. „Wir müssten schon jemanden auf frischer Tat ertappen“, sagt Sven Zimmermann.

Bauen in Bork: Paar ärgert sich darüber, dass das Baugrundstück zugemüllt wird

Die junge Familie hofft, dass sich an dem Müllberg etwas ändert. © Sabine Geschwinder

Stattdessen möchten die beiden an das Gewissen ihrer zukünftigen Nachbarn, beziehungsweise der Baufirmen appellieren und hoffen, dass der Müll vielleicht doch noch abgeholt wird. „Wir möchten uns hier heimatlich fühlen“, sagt Sven Zimmermann.

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