Bei der Erziehung ist das ganze Dorf gefragt

SELM "Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind großzuziehen", zitiert Heide-Marie Schmidt, pädagogische Mitarbeiterin der FBS Selm ein indianisches Sprichwort. Im Mehrgenerationenhaus (MGH) werden Jung und Alt voneinander profitieren.

03.09.2007, 18:11 Uhr / Lesedauer: 2 min

Unter dem Motto "Starke Leistung für jedes Alter" wurde am Sonntag die Familienbildungsstätte Selm in das Aktionsprogramm Mehrgenerationenhäuser des Bundes aufgenommen. Die FBS Selm ist nun eine von bisher rund 200 Einrichtungen in Deutschland, die jeweils über einen Zeitraum von fünf Jahren mit jährlich 40 000 Euro vom Bund gefördert werden. Dieses Aktionsprogramm überträgt das Miteinander der Generationen vom privaten in den öffentlichen Raum.

Neues Hausschild

Zur Auftaktveranstaltung am vergangenen Sonntag erschienen auch Gäste der Stadt, des Kreises Unna und des Bundes. Nach der Begrüßung durch FBS-Leiterin Doris Krug sprachen der Bundestagsabgeordnete Hubert Hüppe, Mechthild Bäumer vom Trägerverein der FBS, die stellvertretende Landrätin Ursula Sopora und Selms Beigeordnete Sylvia Engemann ihre Grußworte. Hubert Hüppe übergab Doris Krug das neue Hausschild des Mehrgenerationenhauses. "Ich bin natürlich gerne heute hierher gekommen. Nicht nur, weil Selm einer der ersten Orte in diesem Aktionsprogramm war", so Hüppe und stellte fest: "Im November vor nicht einmal zwei Jahren haben wir dieses Projekt verabschiedet und schon heute darf ich Ihnen das Schild und den Titel des Mehrgenerationenhauses überreichen."

Oma-Baby-Gruppe

Besonders angetan war Hüppe von den Aktionen der FBS wie der "Oma-Baby-Gruppe", dem "Single-Cooking" oder "Wellness for Kids". Begeisterung zeigte er vor allem für die Bandbreite des Angebots, das sich von der Schwangerschaftsgymnastik bis hin zur Hospiz-Gruppe erstreckt. Auch Mechthild Bäumer betonte, wie gut die Veranstaltungen von der Bevölkerung angenommen werden. Dazu trügen besonders Doris Krug und die Projektkoordinatorin Heide-Marie Schmidt bei, die mit ihrem unermüdlichen Engagement die FBS betreiben.

"Von dem Zusammenhalt werden alle profitieren"

"Dem Kreis Unna ist die Entwicklung der Familienbildungsstätte bewusst. In den vergangenen 40 Jahren konnten wir hervorragende Leistungen und Entwicklungen feststellen", sagte Ursula Sopora. "Von dem Zusammenhalt der Generationen werden alle profitieren. Er ist das, was man in einer Großfamilie früher hatte." "Ich habe der Patenschaft des MGH zugestimmt, weil es eine spannende, gute Sache und genau das Richtige für Selm ist", so Sylvia Engemann als Patin des MGH. Ein Vorhaben in Kürze ist das Projekt "Welcome". Die FBS Selm sucht dazu 15 ehrenamtliche Frauen, die Familien unterstützen sollen, die gerade ein Baby bekommen haben. Veranstaltungen zu diesem Projekt wird es in naher Zukunft geben.

 

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