Besseres Licht und mehr Kontrolle für Fußweg

Ortstermin mit Bürgemeister

Ein Junge, der das Papier seines Schokoriegels achtlos auf den Boden fallen lässt: Für Sebastian Heinz hat diese Situation genau ins Bild gepasst. Bei einem Ortstermin mit Mario Löhr am Montag wollte Heinz den Bürgermeister auf die Probleme aufmerksam machen.

SELM

von Von Anne Petersohn

, 20.11.2012, 08:11 Uhr / Lesedauer: 1 min
Sebastian (l.) und Stefanie Heinz sowie Hermann Koch (M.) schilderten Bürgermeister Mario Löhr (2.v.r.) und dem Chef des Ordnungsamts, Gerd Treczak, die Situation am Fußweg zwischen Botzlar- und Schillerstraße.

Sebastian (l.) und Stefanie Heinz sowie Hermann Koch (M.) schilderten Bürgermeister Mario Löhr (2.v.r.) und dem Chef des Ordnungsamts, Gerd Treczak, die Situation am Fußweg zwischen Botzlar- und Schillerstraße.

„Man hat das Gefühl, dass solche Verhaltensweisen in Selm einfach geduldet werden“, klagte Sebastian Heinz. Und es sei zu befürchten, dass sich die Situation nach der Schließung des Fußwegs Steinstraße/Schillerstraße weiter verschärfen werde. Ein Nachbar habe der Stadt schon vor Monaten die Erlaubnis erteilt, seine an den Fußweg grenzende Garagenwand von Schülern gestalten zu lassen – und den Graffiti ein Ende zu bereiten. „Bis jetzt ist nichts passiert.“Und: Der Weg müsse dringend gepflastert werden, um ihm ein ordentliches Erscheinungsbild zu geben. Gerade abends und an den Wochenenden sei zudem mehr Präsenz des Ordnungsamtes wünschenswert – ein Anliegen, für das der Bürgermeister Verständnis zeigte.

„Das Problem ist das Geld“, sagte Löhr. Angesichts der angespannten Haushaltssituation könne sich die Stadt weder zusätzliches Personal noch Pflastersteine leisten. Der Stadtservice werde den Weg aber verstärkt in den Blick nehmen, versprach Ordnungsamts-Chef Gerd Treczak, der den Bürgermeister begleitet hatte. Er empfahl den Anwohnern, ein Störungsprotokoll anzufertigen. Möglicherweise könne aber schon das Licht einer Laterne zu Verbesserungen führen, regte Mario Löhr an. Mitarbeiter der Stadtwerke könnten zudem die Situation an der Umlaufsperre untersuchen. Denn dort klagen vor allem Rollstuhlfahrer über eine unüberwindbare Kante. „Ich bin mir sicher, dass wir diesen Bereich ohne großen finanziellen Aufwand umgestalten können.“

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