Dem Borker Sternen-Fotografen Wolfgang Zimmermann ist dieses Bild von der Boogeyman-Nebel gelungen. © Wolfgang Zimmermann
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Boogeyman und Sonnenfinsternis: Faszinierende Fotos vom Borker Himmel

„Boogeyman Nebula“: Hinter diesem Namen steckt kein aktueller Kinofilm - sondern etwas, das der Borker Astro-Fotograf Wolfgang Zimmermann kürzlich beeindruckend fotografiert hat.

Geheimnisvoll sei er. Mit rauchiger Struktur – Zauber und Magie ausstrahlend. So beschreibt der Borker Astro-Fotograf Wolfgang Zimmermann den sogenannten „Boogeyman Nebula“, den er vor Kurzem fotografiert hat. „Der faszinierende Nebel ist ein Dunkelnebel und befindet sich im Sternbild Orion, nahe Barnards Loop. Er ist nach einer Schätzung etwa 1500 Lichtjahre entfernt“, erklärt der Hobby-Fotograf in seinem aktuellen Newsletter weiter.

Dem Borker ist ein beeindruckendes, fast unwirklich scheinendes Bild gelungen – mit leuchtend roter Farbe und hell leuchtenden Sternen. Eines, das irgendwie einleuchtend werden lässt, warum der Nebel seinen Namen trägt. Boogeyman ist das englische Wort für die deutsche Bezeichnung „Butzemann“ – die wiederum auch ziemlich veraltet ist.

Wichtig für Astro-Fotografie ist natürlich auch die richtige Ausrüstung. Gerade bei Ereignissen wie der Sonnenfinsternis am 10. Juni.
Wichtig für Astro-Fotografie ist natürlich auch die richtige Ausrüstung. Gerade bei Ereignissen wie der Sonnenfinsternis am 10. Juni. © Wolfgang Zimmermann © Wolfgang Zimmermann

Bekannt ist sie aus dem gleichnamigen Kinderlied „Es tanzt ein Bi-Ba-Butzemann“. Das Wort Butzemann ist dabei so eine Art Sammelbegriff für schreckenerregende Dämonen. Früher wurde der Butzemann vor allem im süddeutschen Raum sehr gefürchtet. Mittlerweile taucht er aber eigentlich nur noch als Kinderschreckfigur auf – ober eben als Nebel am Sternenhimmel.

Sonnenfinsternis am 10. Juni

Ein wichtiges Datum war für Wolfgang Zimmermann auch der 10. Juni dieses Jahres. Da ereignete sich eine „ringförmige Sonnenfinsternis mit dem Kernschatten über der Arktis. In Nord- und Mitteleuropa war die Finsternis partiell zu beobachten. Bei uns im Münsterland schob sich die Scheibe des Mondes über die Sonne und bedeckte etwa 15 Prozent der Sonnenscheibe. Der Erste Kontakt war um etwa 11.24 Uhr“, erklärt der Borker. Es war das erste Mal seit der Sonnenfinsternis am 20. März 2015, das der Mond im deutschsprachigem Raum wieder vor der Sonne zu sehen war. Ein Pflichttermin also für viele Hobby-Astro-Fotografen wie Wolfgang Zimmermann.

Die Sonnenfinsternis hat Wolfgang Zimmermann in ihren verschiedenen Stufen beobachtet.
Die Sonnenfinsternis hat Wolfgang Zimmermann in ihren verschiedenen Stufen beobachtet. © Wolfgang Zimmermann © Wolfgang Zimmermann

„Ausgerüstet mit einem Newton-Teleskop mit einer Öffnung von 6 Zoll und einer Brennweite von 762 mm, nahm ich die einzelnen Phasen der Finsternis mit meiner EOS 80D auf. Wichtig bei solchen Aufnahmen ist immer, sich ausreichend vor der harten Sonnenstrahlung zu schützen“, so der Astro-Fotograf.

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Marie Rademacher

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