Borkerin kämpft gegen Windräder und stellt Messgerät in Schlafzimmer auf

Lärm

BORK Seit Monaten kämpft Anni Joswig gegen die Lärmbelästigung durch die Windräder in Bork. Immer wieder sind Messungen durchgeführt worden, wie der Kreis aber jeweils mitteilte, sind die Grenzwerte nie überschritten worden.

von Von Theo Wolters

, 23.10.2009, 17:01 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das Mikrofon, mit dem die Geräusche der Windräder gemessen werden.

Das Mikrofon, mit dem die Geräusche der Windräder gemessen werden.

Anni Joswig ließ aber keine Ruhe, wandte sich immer wieder an den Kreis und forderte eine Langzeitmessung. Diesen Wunsch hat der Kreis der Anwohnerin im Baugebiet Nierfeld nun erfüllt. Seit Freitag wird eine Langzeitmessung am Haus von Anni Joswig durchgeführt. Andreas Krause und Uwe Schmidt vom Kreis Unna bauten im Schlafzimmer des Ehepaars Joswig das Messgerät auf. Das Mikrofon wird nun von der Fensterseite aus und 50 Zentimeter vom Fenster entfernt die Geräusche der Windräder aufnehmen. Und immer dann, wenn Anni Joswig meint, die Geräusche seien zu laut. Am kommenden Mittwoch wird das Gerät wieder abgeholt, die Speicherkarte ausgewertet. Anni Joswig will Lärmbelästigung beweisen "Bis eineinhalb Stunden kann das Gerät pro Nacht eingeschaltet werden", so Andreas Krause. Denn wenn das Gerät länger laufen würde, wäre die Speicherkarte schon vor Mittwoch voll. Anni Joswig wird so in den nächsten Nächten die Geräusche genau beobachten und bei Bedarf das Gerät einschalten.

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