Briefwahlunterlagen zu spät? Bis wann kann man sie noch abschicken?

Kommunalwahl

Ob denn die Briefwahlunterlagen noch kommen, wollte ein Leser von uns wissen. Und außerdem: Bis wann lohnt sich der Versand über die Post noch? Die Stadt Selm hat darauf geantwortet.

Selm

, 25.09.2020, 07:10 Uhr / Lesedauer: 2 min
Zwei Stimmzettel gibt es für die Stichwahl imn Selm: einen für die Bürgermeisterwahl (obern) und einen für die Landratswahl.

Zwei Stimmzettel gibt es für die Stichwahl imn Selm: einen für die Bürgermeisterwahl (obern) und einen für die Landratswahl. © Arndt Brede

Zum zweiten Mal dürfen die Selmerinnen und Selmer in diesem Monat wählen gehen. Am Sonntag gilt es endgültig zu bestimmen, wer denn nun der neue Bürgermeister der Stadt Selm und der neue Landrat des Kreises Unna wird.

Wenn denn das Wörtchen wenn nicht wäre. „Wenn“, so schreibt uns ein Leser am Mittwoch bei Facebook „man vielleicht auch mal Briefwahlunterlagen erhielte könnte ich ja auch wählen.“ Die Stadt hatte zuvor angekündigt, dass am Montag alle Unterlagen für die Briefwahl verschickt sein würden. Wer zuvor per Briefwahl gewählt hätte, würde auch seine Unterlagen wieder auf diesem Wege bekommen.

Postwannen sind bereits gut gefüllt

Hat da etwas nicht geklappt? „Alle Briefwahlunterlagen der Wähler, die zur Hauptwahl Briefwahlunterlagen beantragt hatten, sind spätestens am Montag, 21. September, zur Post gegeben worden“, schreibt Stadtsprecher Malte Woesmann noch einmal. Die Stadt habe aber auch schon vorher Briefwahlunterlagen verschickt. Seit Donnerstag vergangener Woche seien das mehrere Tausend Briefe gewesen. „Der absolut überwiegende Teil der Unterlagen muss bei den Wählern auch angekommen sein, da sich die Postwannen mit den zurückgeschickten roten Wahlbriefen bereits stapeln“, so Woesmann.

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Es sei jedoch vereinzelt vorgekommen, dass Wählerinnen und Wähler, bewusst oder unbewusst, das Häkchen für die Stichwahl nicht gesetzt hätten, als sie Briefwahl beantragt hätten. Sie erhalten dementsprechend keine Briefwahlunterlagen. „Diese Wähler können jedoch zur Stichwahl in ihr Wahllokal gehen“, so Woesmann. Bis Freitag, 25. September, 18 Uhr kann die Briefwahl auch noch im Wahlbüro des Amtshaus in Bork beantragt werden.

Ab Freitag Unterlagen nicht mehr zur Post bringen

Ob es verspätete Zustellungen gegeben habe, davon sei der Stadt nichts bekannt. Es sei allerdings sinnvoll gewesen, so die Stadt, hätte sich der betroffene Leser an das Wahlbüro gewendet, dann hätte man den Fall prüfen können.

Dieser gibt übrigens an, inzwischen - also am Donnerstag - seine Unterlagen erhalten haben. Wenn auch nicht an seine Postfachadresse, wie zuvor, sondern an seine Privatadresse. Allerdings ist er unsicher: Abschicken müsste er seine Unterlagen schon wieder am Donnerstag. Er sei nicht sicher, ob das nicht schon zu spät sei für einen Versand der Post - ob die Stimme am Ende also überhaupt zähle.

„Es wird empfohlen, spätestens ab dem 25. September die Briefwahlunterlagen direkt im Amtshaus Bork abzugeben oder in den dortigen Briefkasten zu werfen“, schreibt die Stadt. „Dies ist noch bis zum Stichwahlsonntag bis 16 Uhr möglich.“

Wer allerdings die Unterlagen nach diesem Zeitpunkt abgeschickt hat, bei dem „bleibt nur zu hoffen, dass die Zustellung durch die Post bis zum kommenden Samstag erfolgt“, so die Stadt.

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