Bürger und Politiker protestieren gegen Automaten-Abzug

Protestversammlung in Cappenberg

Die Entrüstung von Bürgern und Politikern aller Parteien gegen die Schließung der SB-Filiale formierte sich am Mittwochabend bei einer Protestversammlung im Feuerwehrgerätehaus Cappenberg. Die Nahversorgung leide und die Sparkasse habe ihren öffentlichen Auftrag vergessen, das waren die meist genannten Argumente.

CAPPENBERG

, 20.08.2014, 21:08 Uhr / Lesedauer: 1 min

Auch das Sparkassengesetz NRWs besage, die Geldversorgung müsse im gesamten Geschäftsbereich sichergestellt werden, ergänzte Stefan Kühnhenrich von der Borker SPD. Argumente, denen sich Michael Zolda (CDU), Maria Lipke (UWG), Klaus Schmidtmann (FDP) und Marion Küpper (Grüne) anschlossen.

Auch die Bürger machten ihrem Ärger Luft. Die Sparkasse haben in einem Jahr sechs Millionen Euro Gewinn gemacht, sagte der Cappenberger Michael Nolte. "Da ist es mir als Bürger egal, ob die Automaten in Cappenberg und Gahmen etwas Minus machen." 

Auf der Pressekonferenz der Sparkasse am Mittwochnachmittag hatte Vorstandschef Ulrich Fischer erklärt, die Geldautomaten in Gahmen und Cappenberg kämen mit etwa 120.000 Verfügungen pro Jahr auf "nicht einmal die Hälfte eines durchschnittlichen Geldautomaten." Die jährlichen Kosten der beiden Automatenstandorte lägen "etwa im Volumen von zwei Azubistellen."

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"Cappenberg verkommt zu einer Schlafstadt", beschwerten sich viele von seinen Kunden im Lebensmittelgeschäft, sagte dagegen der Cappenberger Martin Maßmann. Zu der Cappenberger Protestversammlung hatte Organisator Bernd Köster, Vorsitzender des Cappenberger Ortsvereins der SPD, keinen Vertreter der Sparkasse eingeladen.

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