Bürgermeister Löhr bedauert Scheitern der Hochschulpläne für Lünen und Selm

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Zusammen mit der Nachbarin Lünen hatte Selm sich schon auf die erste Hochschule im Kreis Unna gefreut. Entsprechend ernüchternd ist die Absage, von der Mario Löhr auch erst kürzlich erfuhr.

Selm

, 12.03.2019, 08:25 Uhr / Lesedauer: 1 min

Den Plan, „eine praxisorientierte Hochschule für Lünen und Selm“ anzusiedeln, hatte die Stadt Lünen Ende Juli 2018 in einer Pressemitteilung öffentlich gemacht. Ein Projekt, das die Stadt Selm sehr begrüße. Zu früh gefreut, wie sich jetzt herausgestellt hat.


Löhr: „Ich war guter Dinge“

„Ich war guter Dinge“, sagt Bürgermeister Mario Löhr auf Anfrage. Als er im vergangenen Jahr von dem Vorhaben gehört hat, das die Stadt Lünen federführend vorantrieb, habe er die große Chancen für die Menschen der Region gesehen: die beteiligten Unternehmen und die Studentinnen und Studenten. Auch der Kreis Unna, für den es der erste Hochschulstandort gewesen wäre, habe die Idee mit Nachdruck unterstützt. Das half offenbar aber alles nichts.

Vor einer Woche habe er erfahren, dass aus den Plänen nichts werde, so Bürgermeister Löhr am Montag auf Anfrage. Dass es um ihre Realisierung offenbar nie gut stand, las er am Morgen in den RN.


FH widerspricht einseitiger Pressemitteilung

Im Juli hatte es zwar tatsächlich ein Treffen gegeben mit den Bürgermeistern von Lünen und Selm, mit Vertretern der Wirtschaft und der Hochschule. Inhalte dieses Treffens seien allerdings von der Stadt Lünen im Nachgang in einer nicht mit der FH Dortmund abgestimmten Pressemitteilung kommuniziert worden, teilte eine Sprecherin der FH mit. Eine Zustimmung zu dieser Veröffentlichung hätte es seitens der Hochschule auch nie gegeben, denn die FH plane weder ein gemeinsames Institut, noch eine neue Hochschule in Lünen.

Die Deutlichkeit dieser Richtigstellung ist auch Bürgermeister Mario Löhr neu. Ende des Jahres habe es noch einmal ein Treffen mit Unternehmern gegeben. Ursprünglich sollten auch die mögliche Kooperation mit dem Hochschulverbund Thema sein. „Das wurde aus anderen Gründen von der Tagesordnung genommen.“ Dass das Prestige-Projekt zu diesem Zeitpunkt gar nicht mehr existierte, habe er nicht gewusst: „Das verwundert mich schon sehr.“

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