Der Rohbau steht bereits auf der Fläche am vierten Arm des Kreisverkehrs Bundesstraße 236/Zeche-Hermann-Wall. Hier soll im Januar oder Februar nächsten Jahres Kentucky Fried Chicken eröffnen. Statt eines Burger-King-Restaurants. © Arndt Brede
Meinung

Burger King in Selm? Stadt sollte ungesunden Fast-Food-Boom stoppen

Wieder geistert das Gerücht umher, dass in Selm ein Burger King heimisch wird. Das wäre schlecht, meint unser Autor: Hauseigentümer und Stadt sollten den Fast-Food-Riesen verhindern.

Die Gerüchteküche in den sozialen Medien kocht mal wieder. Angeblich habe Selms Bürgermeister Thomas Orlowski eine Ansiedlung der Fastfood-Kette Burger King auf dem Rüschkamp-Gelände zugesichert. Die Stadtverwaltung dementiert dies. Doch sollte sich das Gerücht der Ansiedlung bestätigen, erweisen der Eigentümer des Gebäudes und die Stadt der Gesundheit ihrer Bürgerinnen und Bürger einen Bärendienst. Dabei sensibilisierte uns die Corona-Pandemie, besser auf unsere Gesundheit zu achten.

Allein ein Franchisenehmer Burger King wirbt mit 25 Filialen im Großraum Münster und Osnabrück. Dazu kommen viele weitere in NRW. Muss es dann noch eine Filiale in Selm geben? Damit bietet sich nur eine weitere Gelegenheit, Ungesundes in sich hineinzustopfen. Welche Folgen der häufige Fastfood-Konsum hat, ist bekannt.

Nebenbei belegt eine Oxford-Studie, dass Menschen mit höherem Körpergewicht ein höheres Risiko haben, mit Covid-19 im Krankenhaus zu landen. Dafür muss man nicht einmal übergewichtig sein. Es gibt zig Gründe, die gegen einen Burger King sprechen. Gebäudeeigentümer und Stadt müssen beweisen, dass sie diese erkannt haben und sich ihrer Verantwortung bewusst sind. Sie sollten dafür sorgen, dass sich junge und lokale Restaurants mit gesunden Speisen ansiedeln. Smoothie-Bars oder Sandwich-Läden: Beispiele gibt es genug.

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