So sieht es im Kunstwerk Gummersbach aus: geräumig, modern, urig. In diesem Stil soll auch das Restaurant in Selm gestaltet werden. © Kunstwerk
Selmer Stadtentwicklung

Burger-Manufaktur Kunstwerk zieht in die Selmer Dreifachturnhalle

Die Dreifachhalle ist gerade Großbaustelle. Ende 2022 soll sich die Sportstätte auch als Tagungssaal präsentieren - und als Restaurant. Wer die Gastronomie betreiben soll, steht jetzt fest.

Ob Almöhi, Quacksalber oder der Herrliche: Verschiedene frisch zubereitete Burger stehen auf der Speisekarte genauso wie Rahmschnitzel, Nudelgerichte, Suppen, Salate, Wraps und Currywurst. Kaffeespezialitäten gibt es genauso wie Cocktails. So sieht das Kulinarische Angebot in Gummersbach und in München aus. Und künftig auch in Selm.

Gummersbach, München und Selm: Drei Standorte – ein Konzept

Die 2015 eröffnete Burger-Manufaktur Kunstwerk aus Gummersbach will neben dem Standort auf der Theresienhöhe in München jetzt auch eine weitere Dependance eröffnen: auf dem Campus in Selm. Wie Frank Hewel, einer der beiden Geschäftsführer neben Mustafa Gündesli, am Telefon bestätigt, soll es möglichst Ende 2022 losgehen: „Sobald die Bauarbeiten abgeschlossen sind“, sagt er.

Mit der Stadt Selm als Eigentümerin und Verpächterin des künftigem Restaurants sowie des Veranstaltungssaals und der Tagungsräume im Obergeschoss hat Kunstwerk einen Vorvertrag abgeschlossen. Bürgermeister Thomas Orlowski hatte in der öffentlichen Ratssitzung lediglich „von einen Gastronomiebetrieb, der in Gummersbach und München aktiv ist“ gesprochen. In dieser Kombination gibt es aber nicht allzu viele Unternehmen. Und nur bei einem lächelt Orlowski als Freund von der Facebook-Seite. Bingo.

Brauerei hat den Kontakt nach Selm vermittelt

Wie der Kontakt zustande kam? Die Krombacher-Brauerei habe ihn und seinen Partner auf die Dreifachhalle in Selm hingewiesen, sagt Hewel. Ihm sei die Stadt auf der Nahtstelle zwischen Münsterland und Ruhrgebiet durchaus vorher schon ein Begriff gewesen: „Zugegeben, nur vom Durchfahren nach Münster, aber immerhin.“ Die Lage am neuen Platz findet Hewel vielversprechend. Das Sportzentrum und der Auenpark seien Besuchermagneten. Dass er den Campus, als er vor Ort war, nahezu menschenleer antraf, wie er erzählt, schiebt er auf die Baustelle.

Die Kunstwerk-Küchenchefs würden Kochen als Kunst verstehen, sagt Hewel und die einzelnen Gerichte, insbesondere die Burger-Kreationen, als Kunstwerke. Geschmack und Qualität in München und Gummersbach würden genauso gut werden wie in Selm, verspricht er.

Lokale Partner für die Produktion gesucht

„Dabei produzieren wir aber nicht zentral.“ Vor Ort werden er und sein Geschäftspartner demnächst Partner suchen, die zum Beispiel nach ihren Vorstellungen und Rezepten produzierten: heimische Metzger für die Fleisch-Patties und Bäcker für die Buns.

20 bis 35 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werde es brauchen, um das Kunstwerk mit Biss künftig zu betreiben. Bei der Einrichtung wolle er sich an dem Stil seiner bisherigen Läden orientieren, sagt Hewel: „Wir versuchen, modern, bequem und großzügig zu sein.“ Während manche Läden kleine Tische möglichst nah beieinander stellten, um die Zahl der Gäste zu erhöhen, setze er auf Weitläufigkeit: „Die Leute sollen sich bei uns wohlfühlen Und gerne lange bleiben.“ In den warmen Monaten ist daran gedacht, Außengastronomie auf dem Platz anzubieten. Eine LED-Leinwand wird künftig Großveranstaltung wie Fußball-Weltmeisterschaft und anderes auf den Platz übertragen.

Frank Hewel: „Wir wollen Teil der Stadt sein“

Hewel ist gebürtiger Kölner. Seit seinem 22. Lebensjahr ist er selbstständig in der Gastronomie. Dass Selm nur gut 110 Kilometer entfernt ist von Gummersbach und nicht Gummersbach nur 110 Kilometer von Selm entfernt ist und nicht mehr als 550 wie München, will er nutzen. „Ich möchte mich auch persönlich einbringen“, sagt er, „auf jedem Fall im Schützenverein“. Auch das Unternehmen werde in Selm mitmischen. „In Gummersbach haben wir schon zweimal eine Schlittschuhbahn organisiert.“ Ähnliche Aktivitäten in Selm könne er sich sehr gut vorstellen. „Wir wollen Teil der Stadt sein.“

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Leiterin des Medienhauses Lünen
Leiterin des Medienhauses Lünen Wer die Welt begreifen will, muss vor der Haustür anfangen. Darum liebe ich Lokaljournalismus. Ich freue mich jeden Tag über neue Geschichten, neue Begegnungen, neue Debatten – und neue Aha-Effekte für Sie und für mich. Und ich freue mich über Themenvorschläge für Lünen, Selm, Olfen und Nordkirchen.
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Sylvia vom Hofe

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