Corona-Krise in Selm: Firma Interhydraulik zeigt besondere Solidarität

Corona-Krise

Eine Maskenpflicht gibt es in Nordrhein-Westfalen nicht. Noch nicht möglicherweise. Schutzmasken sind aber Mangelware. Gut, wenn es jemanden gibt, der aushilft.,

Selm

, 21.04.2020, 14:29 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Firma Interhydraulik hat der Stadt und dem Altenwohnhaus St. Josef Mundschutzmasken gespendet.

Die Firma Interhydraulik hat der Stadt und dem Altenwohnhaus St. Josef Mundschutzmasken gespendet. © Interhydraulik

Obwohl Nordrhein-Westfalen zum jetzigen Zeitpunkt - Stand: 21. April - noch nicht von der Maskenpflicht betroffen ist, sind Schutzmasken vielerorts Mangelware. Vor allem medizinisches Personal, Apotheken und Altenwohnheime klagen über Versorgungsengpässe - auch in Selm.

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Die Firma Interhydraulik GmbH hat jetzt Masken an die Stadt und das Altenwohnhaus St. Josef sowie an das Lüdinghauser Krankenhaus übergeben.

Insgesamt 2500 Schutzmasken gespendet

„In diesen außergewöhnlichen Zeiten ist Solidarität wichtiger denn je. Als wir hörten, dass die Stadt Selm und das Altenwohnheim St. Josef dringenden Bedarf an Schutzmasken haben, haben wir nicht gezögert und 2.000 Einmal-Schutzmasken an die Stadtverwaltung und 500 Einmal-Schutzmasken an die Pflegedienstleitung übergeben“, teilt Claudius Hirsch, Geschäftsführer der Interhydraulik GmbH. mit. 1000 weitere Masken gehen an das St.-Marien-Hospital Lüdinghausen.

Warum das Selmer Unternehmen die Versorgungsengpässe kurzfristig beheben kann, erklärt Claudius Hirsch so: „Als die Medien in den vergangenen Wochen verstärkt über Engpässe beim Schutzmaterial berichtet haben, haben wir präventiv eine größere Lieferung Mund-Nasen-Schutz aus dem Ausland importiert. Dass wir nun den Teil verschenken, den wir nicht für unsere eigenen Mitarbeiter benötigen, ist für uns selbstverständlich.“

Die Selmer Stadtspitze ist hocherfreut über die Initiative der Firma Interhydraulik. „Wir setzen sie vordringlich für den Außendienst ein“, berichtet Stadtsprecher Malte Woesmann auf Anfrage der Redaktion. Das Ordnungsamt werde damit ausgestattet oder auch der Soziale Dienst, wenn das Jugendamt Familien aufsucht. Jüngst waren Feuerwehr und Ordnungsamt mit insgesamt 400 Schutzmasken ausgestattet worden.

„Interhydraulik ist eines der Unternehmen, die uns schon Masken haben zukommen lassen“, berichtet Bürgermeister Mario Löhr. „Es haben uns aber auch schon Bürger Masken zur Verfügung gestellt.“ Ein besonderes Dankeschön gehe an die Alte Schneiderei, die handgefertigte Masken zur Verfügung gestellt habe.

Eine so große Spende wie die von Interhydraulik zu bekommen, „ist schon gut“, wie Löhr es ausdrückt. „Denn es war ja schwierig Masken zu bekommen.“ Ganz aktuell habe die Stadt aber die Mitteilung bekommen, dass wieder FFP1- und FFP2-Masken geliefert werden.

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