Corona-Krise: Stadt Selm schiebt Feiern am 1. Mai Riegel vor

mlzCorona-Krise

Der 1. Mai ist traditionell ein Tag, an dem Massen von Menschen sich treffen und gemeinsam unterwegs sind. Das ist in diesem Jahr ganz anders. Beziehungsweise es sollte ganz anders sein.

Selm, Cappenberg

, 25.04.2020, 10:22 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Stadt Selm weist bereits jetzt darauf hin, dass das Ordnungsamt und die Polizei am Freitag, 1. Mai, verstärkt kontrollieren werden, ob das Kontaktverbot, das wegen der Corona-Krise erlassen wurde, eingehalten wird. Wer sich nicht daran hält, für den könnte es teuer werden. Sagt Selms Bürgermeister Mario Löhr im Gespräch mit der Redaktion.

Menschenansammlungen darf es nicht geben

Dass der 1. Mai ein beliebter Tag für Ausflüge, Zusammenkünfte oder zum Grillen ist der Stadt und der Polizei klar. Umso deutlicher weist Selms Stadtsprecher Malte Woesmann auf das Kontaktverbot aufgrund der Corona-Schutzverordnung hin: Zusammenkünfte mit vielen Menschen seien eben in diesem Jahr am 1. Mai nicht erlaubt. „Es gibt die Absprache zwischen der Polizei und unserem Ordnungsamt, dass die am 1. Mai verstärkt kontrollieren werden, damit kein Grillen und kein Picknicken im öffentlichen Raum stattfinden.“ Man dürfe zwar spazieren gehen, aber alles unter der Maßgabe des Kontaktverbotes. Menschenansammlungen dürfe es nicht geben.

„Unser Außendienst wird es nicht bei einer freundlichen Ansprache belassen“, kündigt Bürgermeister Mario Löhr für den Fall an, dass dieses Kontaktverbot am 1. Mai missachtet werde, an. „Es werden hohe Ordnungs- und Bußgelder verhängt. Das muss jedem bewusst sein.“

Wiese am Cappenberger See wird gesperrt

Wie aber ist zu gewährleisten, dass nicht , wie es in den Jahren zuvor war, Massen von Selmern und aus anderen umliegenden Kommunen zum Cappenberger See nach Lünen wandern, um sich dort auf den Wiesen niederzulassen und zu feiern?

Gerade durch Cappenberg liefen die Feiernden gern nach Lünen. Wenn es nach den Verantwortlichen aus Selm und Lünen geht, lohnt sich der Weg diesmal nicht. „Lünen wird den gesamten Bereich am Cappenberger See sperren“, sagt Löhr. „Aus Werne und Selm wollen wir dringendst dafür werben, an diesem Tag zuhause zu bleiben. Ansonsten werden Bußgelder verhängt. Von Wanderbewegungen raten wir ab. Wir werden verstärkt Personal auf den Straßen haben und durchsetzen, dass man wieder nach Hause geht. Da sind sich auch alle drei Städte Lünen, Selm und Werne einig und haben das Vorgehen mit den Polizeibehörden Kreis Unna und Dortmund abgestimmt.“

Lünens Stadtsprecher Benedikt Spangardt hat der Redaktion gegenüber betont, dass ein Versammlungspunkt auf einem weiteren beliebten Weg zum Cappenberger See im Fokus von Ordnungsamt und Polizei stehe: „Das Gelände am Kriegerdenkmal an der Bergkampstraße in Nordlünen wird gesperrt.“

Lesen Sie jetzt