Corona-Lockdown: Wie wirkt sich das auf VHS und Musikschule in Selm aus?

mlzCorona-Lockdown

Ab Montag, 2. November, werden nahezu alle Präsenzkurse der Volkshochschule und der Musikschule coronabedingt herunter gefahren. Eine andere Einrichtung allerdings darf ganz normal öffnen.

Selm

, 01.11.2020, 20:38 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Mitarbeiter des FoKuS (Fortbildung, Kultur, Sport) Selm machen derzeit Überstunden - auch am Wochenende. Der Grund: Wegen der aktuell verschärften Regelungen zur Minimierung von Corona-Infektionen fallen nahezu alle Präsenzkurse der Volkshochschule (VHS) und der Musikschule im November aus. „Unsere Mitarbeiter sind dabei, die Teilnehmer der Angebote darüber zu informieren“, berichtet FoKuS-Chef Michael Reckers auf Anfrage der Redaktion. Viel Kommunikationsarbeit ist da zu leisten. Die sich aber nicht auf eine bloße Informationen über die Absage eines Kurses beschränkt. Denn es gibt Alternativen zu den Präsenzangeboten.

„Wir haben uns kreisweit abgestimmt, dass die Kulturangebote ausfallen müssen. Was wir noch im Angebot gehabt hätten, war ja sowieso schon reduziert. Kindertheater und die ABBA-Veranstaltung müssen ausfallen.“

Die Musikschule müsse ihre Präsenzangebote ab Montag komplett einstellen. „Sie wird aber auf die bewährten Digitalmodelle zurückgreifen, die sie im ersten Lockdown bereits erprobt hat“, führt Michael Reckers aus. Die Dozenten werden digital Kontakt zu den Schülern der Musikschule aufnehmen. Musikunterricht auf Distanz.

Integrationskurse laufen weiter

Was ist mit der VHS? „Die VHS ist drastisch eingeschränkt“, sagt der Leiter. Nur prüfungsbezogene Angebote, Angebote der sogenannten kompensatorischen Grundbildung und der Integration können im Präsenzkurs aufrecht erhalten werden. Zu diesen Bereichen gehören der Schulabschlusskurs, die Deutsch-Integrationskurse, die Alphabetisierungskurse.

Alles andere, Sport-, Sprach- und EDV-Kurse beispielsweise, müsse pausieren. „Wir werden versuchen, das im Dezember wieder aufzunehmen, damit wir das Semester vernünftig zu Ende führen können.“

Erstmals Onlinekurse geplant

Wie sieht es mit Onlineangeboten aus? Im ersten Lockdown war das für die VHS nicht möglich gewesen. „Das werden wir in den Sprach- und EDV-Kursen insbesondere mit den Dozenten verabreden“, erklärt Reckers. Alternativ zu den ruhenden Präsenzkursen könnten Onlinekurse angeboten werden, sofern es die Teilnehmer wollen. „Im ersten Lockdown waren die technischen Voraussetzungen für Onlinekurse noch nicht gegeben.“ In den nächsten Tagen werden dann laut Reckers die Voraussetzungen geschaffen, dass im zweiten Lockdown online Kurse laufen können.

Im Übrigen sei die VHS bestrebt, die Kurse, die im November ausfallen, im Dezember und Januar nachzuholen. „Wenn Corona das alles zulässt.“

Bibliothek öffnet ganz normal

Von einer Entwicklung war selbst der erfahrene FoKuS-Chef überrascht, positiv: „Bei der Bibliothek gibt es keinerlei Einschränkungen. Sie kann weiterhin geöffnet bleiben.“ Und sie müsse noch nicht einmal die einfache Rückverfolgung sicherstellen bei denjenigen, die Dinge entleihen oder zurückgeben. Die seien dadurch ja sowieso in der Software erfasst werden.

Lesen Sie jetzt