Corona: Volkstrauertag in Selm, Olfen und Nordkirchen anders als gewohnt

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Der Volkstrauertag in Selm, Olfen und Nordkirchen wird coronabedingt anders verlaufen als in den vergangenen Jahren. Ein öffentliches Gedenken ist nicht möglich.

Selm, Olfen, Nordkirchen

, 11.11.2020, 09:37 Uhr / Lesedauer: 2 min

Normalerweise finden öffentliche Veranstaltungen zum Gedenken an die Opfer der Kriege und Gewaltherrschaft am Volkstrauertag in Selm, Nordkirchen und Olfen statt. In diesem Jahr ist das aufgrund der Corona-Maßnahmen nicht möglich. Die Verantwortlichen habe eine Lösung gefunden.

Die Kranzniederlegungen am Volkstrauertag wurden in den vergangenen Jahren in den drei Ortsteilen von Selm unter Beteiligung von Vereinen und Institutionen öffentlich begangen. Darauf muss in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie verzichtet werden, so Stadtsprecher Malte Woesmann. Bürgermeister Thomas Orlowski wird stattdessen gemeinsam mit Vertretern des heimischen Sozialverbandes VdK am Sonntag, 15. November, Kränze an den Ehrenmalen in den drei Ortsteilen von Selm niederlegen.

Zeichen setzen in Nordkirchen

Anlässlich des Volkstrauertages am 15. November werden aufgrund der aktuellen Corona-Lage auch in der Gemeinde Nordkirchen keine öffentlichen Gedenkfeiern stattfinden. Die Gemeinde Nordkirchen, die örtlichen Kirchen und die Schützenvereine möchten aber trotzdem ein gemeinsames Zeichen gegen Krieg, Gewalt und Terror setzen. Darum werden an den Ehrenmalen Kränze niedergelegt. Die Rede von Bürgermeister Dietmar Bergmann wird anschließend auf www.nordkirchen.de veröffentlicht.

Bürgermeister Bergmann regt die Bürger aus Anlass des Volkstrauertages dazu an, einmal innezuhalten: „Die Menschheit kann sich zwar selbst der ärgste Feind sein – das haben die Weltkriege gezeigt und zeigen die aktuellen weltweiten Kriege leider auch immer noch -, doch die Menschheit kann sich auch freundschaftlich begegnen.“ Vielleicht gebe auch und gerade die Corona-Pandemie dazu jetzt eine Riesenchance. Wie stark weltweite Anstrengungen für menschliche Zwecke wirken könnten, bewiesen die Wissenschaftler in der Corona-Krise. Bergmann: „Ganz gleich, was einige Regierungen treiben: Auf allen Kontinenten werden Erkenntnisse ausgetauscht, freut man sich an Fortschritten und sucht nach Impfung und Heilung, unterstützt von Leuten, die für das Allgemeinwohl leben.“

Keine öffentliche Gedenkfeier in Olfen

Auch in Olfen kann am Sonntag (15.11.) keine öffentliche Gedenkveranstaltung stattfinden. „Gerade in diesen Zeiten hätten wir gerne den Volkstrauertag gemeinsam mit den Olfener Bürgern begangen“, so Bürgermeister Wilhelm Sendermann. „Das Innehalten und ein Blick zurück in die Geschichte könnten vielleicht helfen, mit der notwendigen Besonnenheit und Zuversicht die aktuellen Herausforderungen anzugehen.“

Die neue Coronaschutzverordnung lasse allerdings öffentliche Gedenkfeiern mit vielen Teilnehmern nicht zu. So haben sich auf Kreisebene der Landrat und die Bürgermeister darauf verständigt, diesen Tag mit seiner Symbolik dennoch in einer würdigen Form zu begehen.

Um ein deutliches Zeichen gegen das Vergessen zu setzen, wird an den Ehrenmalen in Olfen und Vinnum durch den Bürgermeister und die Pastöre Franke und Melchert ein Kranz niedergelegt.

Sendermann: „Es ist die Stunde der Stille und der Trauer, der Erinnerung und der Mahnung und wir gedenken an diesem Tag der Opfer der zurückliegenden Kriege und gewaltsamen Auseinandersetzungen.“

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