Münsterlandstraße in Selm: Es gilt jetzt absolutes Halteverbot

mlzMünsterlandstraße

Entlang der Münsterlandstraße gibt es zwar keinen Radweg, aber die Seitenstreifen werden rege von Radlern genutzt. Das ist manchmal nicht ungefährlich. Nun ist ein Teil der Gefahr wohl gebannt.

Selm

, 23.09.2020, 17:10 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Münsterlandstraße (Bundesstraße 236) in Selm zwischen dem Kreisverkehr mit der Olfener Straße, der Lüdinghausener Straße und der Ludgeristraße und dem Kreisverkehr mit dem Sandforter Weg, der Kreisstraße und der Ludgeristraße ist ein beliebter Weg für Fahrradfahrer Richtung Norden. Da müssen sie sich nicht durch die enge Altstadt quälen.

Die Münsterlandstraße hat jedoch keinen Fahrradweg. Auf dem Seitenstreifen parken gern mal Fahrzeuge. Radfahrer müssen dann auf die Fahrbahn ausweichen. Diese Gefahr haben Landesbetrieb Straßenbau.NRW und Stadt Selm erkannt und Maßnahmen ergriffen, um Gefahren für Radfahrer zu minimieren. Und um weiteren Gefahren zu begegnen.

Diese Maßnahmen sind Schilder, die entlang der Münsterlandstraße in beiden Fahrtrichtungen aufgestellt wurden. Und zwar Schilder, die ein absolutes Halteverbot gebieten. Parken und Halten sind dort nicht erlaubt. Es sei denn, es liegt ein Notfall oder eine verkehrsbedingte Fahrtunterbrechung vor.

Seit wann stehen die Schilder? Stadtsprecher Malte Woesmann sagt dazu: „Einen Vollzugsbescheid hat die Stadtverwaltung noch nicht vom Landesbetrieb erhalten. Daher werden die Schilder seit Ende vergangener beziehungsweise Anfang dieser Woche aufgestellt sein.“

Stadt: Fahrradfahrer ist schützenswert

Was genau sind die Gründe, warum an der Münsterlandstraße jetzt absolutes Halteverbot gilt? „Die Seitenstreifen werden als Fahrradweg in beide Richtungen genutzt. Da dort Tempo 50 gilt, ist es dem Fahrradfahrer, anders als bei Tempo 30, nicht zumutbar, auf der Straße fahren zu müssen“, erklärt der Stadtsprecher. „Deshalb ist der Fahrradfahrer dort schützenswert. Wenn aber dort geparkt oder gehalten wird, muss der Fahrradfahrer ausweichen und auf die Straße ausscheren. Dies birgt ein Sicherheitsrisiko, was unterbunden werden muss.“

Der zweite Grund liege in der oftmals gefährlichen Querung der Parker, führt Woesmann aus. „Entweder wenn diese in den Auenpark gehen wollen und von dem östlichen Seitenstreifen zur westlichen Seite wollen oder wenn die Parker auf der westlichen Seite geparkt haben und zur Seilandstraße gehen wollen.“ Beides seien Querungsvorgänge, die nicht sein müssen, „weil die Auenparkbesucher gesonderte Parkplätze am 4Elements etc. haben und Anlieger/Bewohner der Seilandstraße die Parkmöglichkeiten auf der Seilandstraße haben“.

Halteverbot nicht nur vorübergehend

Der Stadtsprecher spricht Tempo 50 an als Begründung dafür, die Radfahrer durch das Halteverbot zu schützen. Bald wird das Neubaugebiet Wohnen am Auenpark erschlossen und auf der Münsterlandstraße soll dann wegen des LKW-Verkehrs zum und aus dem Baugebiet wieder Tempo 30 gelten. Werden dann die Halteverbotsschilder wieder überflüssig, weil es dann ja Radfahrern zuzumuten sei, auf der Fahrbahn zu fahren? Oder ist das absolute Halteverbot dauerhaft vorgesehen? Klare Antwort von Malte Woesmann: „Es ist dauerhaft so vorgesehen.“

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