Darum wird der Cappenberger Damm nach der Fahrbahnsanierung etwas anders aussehen

mlzCappenberger Damm

Der Cappenberger Damm ist derzeit nicht befahrbar, Ausnahme: Baufahrzeuge, die für die Sanierung der Fahrbahn eingesetzt werden. Und es gibt weitere Ausnahmen. Sowie eine Neuigkeit.

Cappenberg

, 03.10.2019, 10:59 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die angekündigten Sanierungsarbeiten im ersten Bauabschnitt auf der Landesstraße L810 – also dem Cappenberger Damm - sind in vollem Gange. Auf beiden Fahrbahnhälften ist der Asphalt schon abgefräst. Schon zu Beginn der Arbeiten sah das so aus: Kurz hinter der Einmündung des Cappenberger Damms in die Werner Straße reiht sich Lastwagen an Lastwagen. Das abgefräste Material muss schließlich abtransportiert werden.

Darum wird der Cappenberger Damm nach der Fahrbahnsanierung etwas anders aussehen

So sah es zu Beginn der Arbeiten aus: In Reih und Glied stehen die LKW entlang des Cappenberger Damms, um das, was die Arbeiter abfräsen, abzutransportieren. © Arndt Brede

Das sieht alles normal aus für eine Baustelle dieser Dimension. Immerhin ist der erste Bauabschnitt zwischen der Einmündung Werner Straße und der Straße Am Kohuesholz rund 1,7 Kilometer lang. Dennoch: Die Arbeiten laufen zurzeit nicht ganz störungsfrei, sagt Christian Kahlau vom Landesbetrieb Straßen.NRW, Regionalniederlassung Münsterland, Abteilung Bau. Straßen.NRW ist Auftraggeber der Sanierungsarbeiten.

Bankettbereiche sind kaputt

„In den letzten Tagen war es schwierig“, führt Kahlau aus. Während die Arbeiter den Asphalt abfrästen, haben sie laut Kahlau festgestellt, dass vor allem die Bankettbereiche, also die Bereiche neben der Fahrbahn, „sehr kaputt“ seien, wie Kahlau es bezeichnet. „Sehr kaputt“? Was heißt das? „Sie sind nicht sehr standfest.“ Eigentlich müsste die Lösung laut Kahlau lauten: Die Bankettbereiche auf der gesamten Länge auf beiden Seiten rausnehmen, und zwar auf einer Tiefe von 70 Zentimetern. „Aber das würde zu teuer. Das wäre allein schon wegen der Entsorgung ein Fass ohne Boden. Das würde unser Budget für diese Straße sprengen.“ Jetzt habe sich Straßen.NRW entschieden, die Bankette zumindest mit mittelfristiger Haltbarkeit zu sanieren: „Die Bankette werden in Teilbereichen erneuert.“

Fahrbahn wird etwas höher

Ein weiteres Problem: „Beim Abfräsen des Asphalts ist Teer zum Vorschein gekommen“, berichtet Kahlau. Auch in diesem Fall müsste es eigentlich eine Lösung geben, die zu teuer würde. Nämlich, tiefer als geplant zu fräsen. Nun wird die Fahrbahn verstärkt. Aus Kostengründen. Es wurden wie geplant zwölf Zentimeter Asphalt abgefräst. Eine Zwölf-Zentimeter-Schicht Asphalt werde wieder eingebaut und um eine weitere Sechs-Zentimeter-Asphalttragschicht ergänzt. „Die Fahrbahn wird also insgesamt höher“, berichtet Christian Kahlau. Auswirkungen auf die Entwässerung habe das nicht. Und für Zufahrten, etwa zu Feldern, werde die Fahrbahnhöhe angepasst.

Alle Arbeiten haben dazu geführt, dass der Durchgangsverkehr nicht über den Cappenberger Damm führt. „Die Anwohner können aber ihre Grundstücke grundsätzlich immer erreichen und auch wieder verlassen“, führt Kahlau aus. Ausnahme: „Wenn der Asphalt eingebaut wird, ist das für ein paar Stunden nicht möglich. Das wird den Anwohnern aber mitgeteilt.“

Darum wird der Cappenberger Damm nach der Fahrbahnsanierung etwas anders aussehen

Das Fuß- und Radweg entlang des Cappenberger Damms ist unabhängig von den Fahrbahnarbeiten durchgehend benutzbar. © Arndt Brede

Eine weitere Ausnahme in Sachen Verkehrsteilnehmer auf dem Cappenberger Damm seien Radfahrer und Fußgänger. „Radfahrer und Fußgänger können den Fuß- und Radweg entlang des Cappenberger Damms durchgehend benutzen.“

Arbeiten liegen im Zeitplan

Bis zu Beginn der NRW-Herbstferien - also bis zum 14. Oktober - sollen die Arbeiten im ersten Bauabschnitt der Fahrbahnsanierung auf der Landesstraße 810 abgeschlossen sein. „Die Arbeiten liegen - Stand heute - genau im Zeitplan“, berichtet Christian Kahlau. Um den arbeitsfreien Feiertag am Donnerstag, 3. Oktober, wieder reinzuholen, seien die Arbeiten auch von Freitag, 4. Oktober, bis Sonntag, 6. Oktober, im Gange. Und ab Montag, 7. Oktober, sollen die Asphaltierungsarbeiten beginnen.

Nach Abschluss der Arbeiten im ersten Bauabschnitt sei geplant, direkt mit den Arbeiten im zweiten Bauabschnitt von der Freiherr-vom-Stein-Straße über den Brauereiknapp bis zur Ortsgrenze Lünens zu beginnen.

Ausblick auf den zweiten Bauabschnitt Zusätzlich zu den Fahrbahnsanierungsarbeiten zwischen der Freiherr-vom-Stein-Straße und der Ortsgrenze Lünen werden auf der Freiherr-vom-Stein-Straße rund 30 Meter Fahrbahn saniert. Denn auch die Rinnsteine werden in diesem Bereich angehoben, und das nutzt Straßen.NRW zur Fahrbahnsanierung. Die Sanierung des Teilstücks auf der Freiherr-vom-Stein-Straße geht – vom Brauereiknapp kommend – nach links (Westen), also Richtung Ortskern. Die ersten groben Informationen zur geplanten Verkehrsführung: Straßen.NRW wird laut Christian Kahlau wahrscheinlich eine 3-Phasen-Baustellenampel aufstellen müssen. Eine Phase für den Verkehr vom Brauereiknapp kommend, eine Phase für den Verkehr vom Ortskern Cappenberg kommend, und eine Phase für den Verkehr aus der Straße Buschkamp kommend. Die Straße Buschkamp könne also auch stets befahren werden. Nur die Freiherr-vom-Stein-Straße in Richtung Schloss müsse für die Zeit der Arbeiten komplett gesperrt werden. Diese Arbeiten an der Freiherr-vom-Stein-Straße werden circa eine Woche dauern.
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