Das ist der neue Selmer Super-Feuerwehrwagen

Schauen Sie hinein!

Eine Firma aus Österreich hat ihn gebaut. Die Stadt Selm hat 338.000 Euro ausgegeben. Der Feuerwehr im Löschzug Bork gehört jetzt ein neuer Wagen. Er hat so viele Geräte an Bord wie kein anderes Fahrzeug - für die unterschiedlichsten Einsatz-Szenarien. Wir zeigen, was genau im neuen Fahrzeug steckt.

SELM

, 06.02.2015, 06:26 Uhr / Lesedauer: 1 min
Dirk Packheiser erklärt den neuen Rüstwagen der Feuerwehr Selm.

Dirk Packheiser erklärt den neuen Rüstwagen der Feuerwehr Selm.

Am Freitag wird der Wagen, der schon ein paar Einsätze hinter sich hat, eingeweiht. Vergangene Woche durfte der Ausschuss für Umwelt und Zivilschutz bei einer Sitzung in der Burg Botzlar ihn schon in Augenschein nehmen. 

Im Rüstwagen befindet sich umfangreiches Werkzeug und Spezialgerät - dafür passen kaum Personen herein: In der Fahrerkabine ist nur Platz für drei Personen. Das bedeutet: Der Rüstwagen ist nie allein im Einsatz, sondern immer nur flankierend. Einsatzgebiet sind vor allem Unfälle und Umwelt- oder Wetterkatastrophen.

Vorgänger-Wagen war "technisch veraltet"

Der Rüstwagen kostete die Stadt 338.000 Euro. Er löst einen Unimog von Mercedes Benz ab, den die Stadt im Oktober 1988 in den Dienst nahm. Dieser befinde sich in einem guten Zustand, aber sei technisch veraltet, sagt Stadtsprecherin Maja Werlich auf Anfrage. Nach 20 Jahren plant die Stadt den Kauf eines neuen Fahrzeugs für ein altes, die meisten werden aber laut Stadtangaben deutlich länger genutzt.

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Das ist der neue Super-Wagen der Feuerwehr Selm

Eine Firma aus Österreich hat ihn gebaut. 338.000 Euro hat die Stadt ausgegeben. Der Feuerwehr Selm im Löschzug Bork gehört jetzt ein neuer Wagen. Er beinhaltet eine Menge Ausrüstung, die die Feuerwehr in unterschiedlichsten Einsatz-Szenarien benötigt. Was genau in ihm steckt - wir haben die Bilder.
05.02.2015
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Dirk Packheiser erklärt vor der Burg Botzlar den Mitgliedern des Ausschusses für Zivilschutz, was alles im neune Rüstwagen der Feuerwehr steckt.© Foto: Tobias Weckenbrock
Hier demonstriert Dirk Packheiser die Hebekissen: Mit ihnen kann man Fahrzeuge abstützen und anheben. Sie funktionieren mit Luft, lassen sich auf bis zu einem halben Meter Dicke aufblasen und heben so bis zu 50 Tonnen an.© Foto: Tobias Weckenbrock
Hier demonstriert Dirk Packheiser die Hebekissen: Mit ihnen kann man Fahrzeuge abstützen und anheben. Sie funktionieren mit Luft, lassen sich auf bis zu einem halben Meter Dicke aufblasen und heben so bis zu 50 Tonnen an.© Foto: Tobias Weckenbrock
Schläuche und Strahler: Aus der Seite des Fahrzeugs lassen sich Schubladen herausziehen, auf denen die Werkzeuge und Materialien verpackt sind.© Foto: Tobias Weckenbrock
Dieses Stromaggregat wird für Licht, Werkzeuge, Pumpen und Ähnliches eingesetzt. Man kann auch zum Beispiel Hühnerställe, in denen die Stromversorgung zusammengebrochen ist, für eine Übergangszeit mit Strom versorgen, um das Leben der Tiere zu retten.© Foto: Tobias Weckenbrock
Kisten voller Abstütz- und Rüsthölzer für alle möglichen Ereignisse: Dirk Packheiser kennt sich im Wagen aus wie kein Zweiter.© Foto: Tobias Weckenbrock
Vollgepackt mit Werkzeuge, Kabeln, Schläuchen. Stromaggregaten: Die Feuerwehr kann den Rüstwagen in vielen Einsätzen gut brauchen.© Foto: Tobias Weckenbrock
Vollgepackt mit Werkzeuge, Kabeln, Schläuchen. Stromaggregaten: Die Feuerwehr kann den Rüstwagen in vielen Einsätzen gut brauchen.© Foto: Tobias Weckenbrock
Vollgepackt mit Werkzeuge, Kabeln, Schläuchen. Stromaggregaten: Die Feuerwehr kann den Rüstwagen in vielen Einsätzen gut brauchen.© Foto: Tobias Weckenbrock
Im hinteren Teil des Rüstwagens befinden sich Werkzeuge und Holzbalken.© Foto: Tobias Weckenbrock
Auf diese rollbaren Gestelle kann man Fahrzeuge aufbocken, auf die man sonst keinen Zugriff hätte: So kann man die Autos verschieben, um einen Rettungsweg frei zu machen.© Foto: Tobias Weckenbrock
Feuerwehrchef Thomas Isermann erklärt den Ausschussmitgliedern den neuen Rüstwagen der Feuerwehr.© Foto: Tobias Weckenbrock
Spaten, Schippe, Besen: Werkzeug, das man vor allem bei Hochwasserschäden, aber auch an Unfallstellen im Straßenverkehr brauchen kann.© Foto: Tobias Weckenbrock
Dirk Packheiser erklärt den neuen Rüstwagen der Feuerwehr Selm.© Foto: Tobias Weckenbrock
Dirk Packheiser erklärt den neuen Rüstwagen der Feuerwehr Selm.© Foto: Tobias Weckenbrock
Dirk Packheiser erklärt den neuen Rüstwagen der Feuerwehr Selm.© Foto: Tobias Weckenbrock
Dirk Packheiser erklärt den neuen Rüstwagen der Feuerwehr Selm.© Foto: Tobias Weckenbrock
Dirk Packheiser erklärt den neuen Rüstwagen der Feuerwehr Selm.© Foto: Tobias Weckenbrock
Hier lässt sich ein Stahlgestell herausziehen: Man kann damit ein Podest aufbauen mit einer Fläche von 2,5 Quadratmeter. Es ist zum Beispiel auf Höhe von Fahrerkabinen eines LKW zu errichten. Von der Rampe können Retter dann arbeiten. Wenn man das Gestell auf den Kopf stellt, kann es mit Rädern auf Schienen fahren und zum Beispiel eine Trage oder Werkzeuge zu einem Unfall auf der Bahnstrecke bringen.© Foto: Tobias Weckenbrock
In diesem Fach befinden sich der Spreizer und die Schere: Sie arbeiten elektrisch und können irre große Kraft ausüben. Das ist auch nötig, denn die verbauten Stähle werden heute immer fester und härter.© Foto: Tobias Weckenbrock
In diesem Fach befinden sich der Spreizer und die Schere: Sie arbeiten elektrisch und können irre große Kraft ausüben. Das ist auch nötig, denn die verbauten Stähle werden heute immer fester und härter.© Foto: Tobias Weckenbrock
In diesem Fach befinden sich der Spreizer und die Schere: Sie arbeiten elektrisch und können irre große Kraft ausüben. Das ist auch nötig, denn die verbauten Stähle werden heute immer fester und härter.© Foto: Tobias Weckenbrock
Dirk Packheiser zeigt die Materialien, die für Sturmschäden nötig sind. Sie verstecken sich in der zweiten Reihe des Wagens: hinter einer Schrankwand.© Foto: Tobias Weckenbrock
Der Lichtmast auf dem Fahrzeug lässt sich an der Seite mit einer Fernbedienung steuern: Er kann nach oben ausfahren, kann sich in alle Richtungen drehen, die LED-Beleuchtung gibt einen großen Lichtkegel.© Foto: Tobias Weckenbrock
Der Lichtmast auf dem Fahrzeug lässt sich an der Seite mit einer Fernbedienung steuern: Er kann nach oben ausfahren, kann sich in alle Richtungen drehen, die LED-Beleuchtung gibt einen großen Lichtkegel.© Foto: Tobias Weckenbrock
Der Lichtmast auf dem Fahrzeug lässt sich an der Seite mit einer Fernbedienung steuern: Er kann nach oben ausfahren, kann sich in alle Richtungen drehen, die LED-Beleuchtung gibt einen großen Lichtkegel.© Foto: Tobias Weckenbrock
Der Ausschuss für Zivilschutz und Umwelt ließ sich den neuen Wagen der Feuerwehr demonstrieren.© Foto: Tobias Weckenbrock
Der neue Rüstwagen der Feuerwehr, angeschafft Anfang 2015: Er ersetzt einen Unimog, der mehr als 20 Jahre seinen Dienst geleistet hat.© Foto: Tobias Weckenbrock
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Der Unimog soll jetzt verkauft werden. Dazu nutzen Feuerwehren meistens eine bundesweite Plattform namens Zollauktion. Die Stadt rechnet mit einem Erlös von 15.000 Euro aus dem Verkauf. Dieser Betrag wird direkt dem Feuerwehrbudget gutgeschrieben. Wenn Investitionen anfallen, kann die Feuerwehr das Geld dafür ausgeben. Ansonsten geht es in den städtischen Haushalt zurück.

Schauen Sie in den neuen Wagen hinein!

Mit den drei folgenden Bild-Grafiken geben wir Ihnen einen Einblick in das Innere des Wagens. Die Funktionsweise ist einfach: Wenn Sie mit der Maus über die Bilder streichen, erscheinen Markierungen - beim Klick auf diese erhalten Sie die Informationen.

Ansicht des Wagens von links:  

Ansicht des Wagens von rechts:  

Ansicht des Wagens von hinten:  

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