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Die Projekte für Stever, Kanal und Ternscher See

"Wasser-Zwischen-Räume", was verbirgt sich hinter diesem Projektnamen? Was sind die konkreten Ideen für Stever, Dortmund-Ems-Kanal und Ternscher See? Hier die Details.
07.04.2016
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Als der Dortmund-Ems-Kanal (freigegeben 1899) ausgebaut wurde – also in den 1930er-Jahren, weil die Schiffe größer wurden –, wurden große Mengen Bodenmaterial an den Ufern aufgefüllt. Heute sieht es von unten teilweise aus wie ein Deich. Ãœber Jahre hinweg hat sich auf diesen Flächen ein ökologisch wertvoller Trockenrasen entwickelt. Mit den gezielten Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen soll die besondere Biotopstruktur erhalten bleiben.© Foto: Tobias Weckenbrock
Die Pläne sehen an beiden Kanalseiten einen Aussichtsturm vor. Eine Seilbahn zwischen den Türmen ist eine Vision. Geschlängelte Wege sollen die Spaziergänger dorthin führen. Planer Thomas Fenner (FSWLA) erklärt: „Es ist schon ein steiler Aufstieg, wenn man die Wege nicht schlängelt.“ Einbezogen werden in die Pläne soll auch der bestehende Yachthafen an einem alten Kanalarm. Dieser könne, so die Planer, ein Ausflugsziel mit der Möglichkeit von Wassersportaktivitäten sein. Wichtig ist den Planern auch das Schaffen von Verbindungen zwischen Aue, Kanal und Yachthafen.
n weiten Teilen ist die Stever in Olfen in den vergangenen Jahren renaturiert worden. Nun soll dies auch auf der anderen Seite des Dortmund-Ems-Kanals geschehen, den der Fluss an einer Stelle in der Nähe der Wasser-Zwischenräume unterquert. Im Abschnitt zwischen Ternscher See und Kanal soll die Vision eines „gezähmten“ Flusses umgesetzt werden. Das bedeutet: Die Stever soll wieder ein naturnahes Fließgewässer werden und sich ausbreiten können.© Foto: Tobias Weckenbrock
In den Auenabschnitten könnten – ähnlich wie auf anderen Teilen des Olfener Stadtgebietes – zum Beispiel Heckrinder angesiedelt werden. „Sie sind bei uns die Polizei der Steveraue“, sagte Bürgermeister Wilhelm Sendermann. Und erklärt, was er meint: „Bei dem Anblick der Rinder klettert niemand über den Zaun.“
Die Stever wird bei ihrer Durchlässigkeit für Fische noch durch das Recheder Wehr, das die Fließgeschwindigkeit und den Durchlass drosselt, gehindert. Das soll sich verändern. Eine Möglichkeit ist der Rückbau des Wehrs. Möglich ist auch eine Fischtreppe, damit Fische das Wehr umgehen können.© Foto: Theo Wolters
Im Bereich des Grünen Angers ist eine Seeerweiterung um ein Drittel der jetzigen Fläche, die etwa 15 Hektar beträgt, angedacht. Nach Ansicht der Planer sei eine Seeerweiterung notwendig, damit auch in den nächsten Jahrzehnten der See eine ausgewogene Mischung zwischen Tourismus und Ökologie aufweise. An der See-Erweiterung könnte ein Weg über den See zum anderen Ufer errichtet werden. Baulich ergänzt werden soll auch die Straße „Am Ternscher See“. Dort ist auch an einen Steg gedacht. Dieser würde dann in einen kleinen Seerundweg integriert.
Die Planer vermissen am See-Ufer Zugänge zum Wasser. Bisher sei das eigentlich nur im Strandbad gegeben. „An einigen weiteren Stellen ist der See vielleicht auch zu erreichen, doch muss man dann genau schauen, ob man sich nicht auf privatem Gelände befindet“, so Thomas Fenner, Geschäftsführer des Planungsbüros.
Nach Ansicht der Planer soll der Eingangsbereich am Haus Seeblick umgestaltet werden. „Die Besucher, die mit dem Auto kommen, sollten an dieser Stelle ihren Parkplatz finden“, so Fenner. Der Strandweg sollte nicht durch weiteren Verkehr belastet werden. Dort stellen sich die Planer auch einen Zugang zum See vor. Von dort könnten die Besucher einen ersten Blick auf den See genießen. An dieser Stelle sollen die ankommenden Fuß- und Radwege genau beschildert werden. „Von diesem Punkt sollen die Besucher zu einem Spaziergang auf einem kleinen Seerundweg starten können“, so Fenner. Auch einen größeren Rundweg um den See soll es geben. Wichtig ist den Planern, dass diese Wege mit den bestehenden Wegen wie zum Beispiel dem Steverwanderweg verbunden werden.
Es sollen mehr Gäste an den Ternscher See gelockt werden, die auch mal eine längere Zeit Urlaub am See machen, aber nicht in einem Wohnwagen wohnen möchten. Für diese Urlauber können sich die Planer ein kleines Feriendorf am südwestlichen Rand des Sees rund um den Eingangsbereich vorstellen.
Dort steht derzeit noch das Haus Seeblick, welches aufgegeben werden soll. Vorstellen können die Planer sich kleine Ferienhäuser, wie es sie zum Beispiel in Schweden und Dänemark gibt. Die Urlauber sollen den Seeblick von hier aus genießen. Angesprochen werden insbesondere Familien, Paare und Fahrradtouristen.© Foto: Tobias Weckenbrock
Die Planer empfehlen auch eine Neuordnung des Campingplatzes: Der habe noch den Flair der 60er-Jahre, so Thomas Fenner. Es sollen Einheiten für Wohnwagen mit größerer Fläche und höherem Komfortstandard her. Dazu gehören individuelle Wasseranschlüsse. Auch eine Abdeckung mit W-Lan gehöre heute zu einem gut ausgestatteten Campingplatz dazu. Das ganze Gelände soll auch ökologisch aufgewertet werden: Der bestehende Nadelwald soll deshalb zu einem ökologisch wertvolleren Laubwald umgewandelt werden
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