Dietbert Steiner - Die Tage des Bezirkspolizisten sind gezählt

Nach 43 Dienstjahren

Das Ende einer Ära: Am Dienstag, 8. Oktober, wird sich Dietbert Steiner zum letzten Mal seine Polizei-Uniform überstreifen. Nach 43 Dienstjahren bricht für den 61-jährigen Bezirkspolizisten ein neues Kapitel an - der Ruhestand. Wir waren auf einer seiner letzten Touren dabei.

SELM

von Von Arndt Brede

, 07.10.2013, 14:20 Uhr / Lesedauer: 2 min

Über die Jahre hat er sich so manch raffienerte Taktik ausgedacht, um Menschen vor Unheil zu bewahren. Wenn er zum Beispiel im bemerkt, dass jemand seine Tasche mit Portemonnaie im Einkaufswagen stehen lässt und am Regal steht; Dann nimmt er heimlich die Geldbörse raus, wartet, bis die Frau das bemerkt, und klärt sie dann auf, dass sie vorsichtiger sein müsse. Wer dann die Dankbarkeit in den Gesichter der Betroffenen sieht, weiß, wie wichtig so ein Bezirksbeamter wie Steiner ist. Doch diese Szenen gehören für Steiner ab Dienstag der Vergangenheit an. Obwohl er zugibt: "Auch wenn ich die Uniform nicht mehr anhabe, werde ich immer noch ein bisschen Polizist bleiben."

 

  • Der gelernte Schriftsetzer tritt im Oktober 1970 in die Polizei ein. Erste Station ist die Polizeischule Bork.
  • Im Oktober 1972 geht der gebürtige Castrop-Rauxeler für ein halbes Jahr in die Wache Castrop-Rauxel, absolviert dort den Wachdienst. Anschließend absolviert Steiner den Anstellungslehrgang.
  • 1980 verschlägt es ihn aus privaten Gründen nach Selm. Seinen Dienst versieht er in der Polizeiwache Bergkamen.
  • Im Februar 1982 dann der Wechsel zur Selmer Wache, die damals laut Dietbert Steiner aus 17 Leuten inklusive Wachleiter besteht. Steiner wird im Wach- und Wechseldienst eingesetzt.
  • Später wird er für ein Jahr im Zivil-Einsatztrupp im gesamten Kreis Unna eingesetzt. Steiner schiebt dabei ausschließlich Nachtschichten.
  • Von 1994 bis 1998 geht Steiner in den Wach- und Wechseldienst in der Polizeiwache Werne.
  • Im Oktober 1998 wechselt er in den Bezirksdienst Selm.
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