Disselbrede: Durchlass nur für Fußgänger und Radfahrer

SELM Der Neubau des Durchlasses an der Disselbrede wird nun doch nur als Fuß- und Radweg gestaltet. Das entschied der Rat in seiner Sitzung am Donnerstagabend. Erneut waren die Fronten verhärtet, das Thema führte wieder zu mitunter hitzigen Diskussionen.

von Von Malte Woesmann

, 27.03.2009, 13:13 Uhr / Lesedauer: 1 min
Disselbrede: Durchlass nur für Fußgänger und Radfahrer

Die Brücke an der Disselbrede über dem Rohrbach.

 Bereits einmal war ein Ratsbeschluss gefasst, damals wurde entschieden, überhaupt nichts an der Brücke zu verändern. So war die Brücke nur noch für Fußgänger und Radfahrer befahrbar. Das war auch der Wunsch vieler Anwohner. Nun muss aber, wie Bürgermeister Jörg Hußmann berichtete, aus Verkehrssicherungsgründen etwas an der Brücke getan werden.   Und auch der Vorstand der Stadtbetriebe Stephan Schwager wies auf die Dringlichkeit hin. „Die Statik verschlechtert sich von Tag zu Tag. Falls es zu einem Unfall kommt, tragen sie die Verantwortung“, so Schwager in Richtung der Politik.  Wie weit diese notwendigen Sanierungen gehen sollen, daran schieden sich die Geister.   Während die CDU eine Variante befürwortete, die auch eine Nutzung für Fahrzeuge – auch aus der Landwirtschaft – ermögliche, sprach sich der Rest des Rates für eine kostengünstigere Variante aus. Immerhin 11 000 Euro Differenz waren dies nach Berechnungen der Verwaltung. „Wir sind für die Variante II, weil damit alle Chancen für die Zukunft bestehen“, so Hans-Hermann Gosch als Begründung der CDU-Entscheidung. Er betonte zudem, dass das Kostenargument gar keins sei, da ihm ein Angebot für die große Lösung vorläge, das billiger als die von der Verwaltung präferierte Lösung sei.

Über dieses Angebot wunderte sich Stephan Schwager sehr, da ihm dieses Angebot nicht vorläge. Wilfried Zimmermann (UWG) gab zu bedenken, dass in dem neuen Angebot mit gebrauchten Rohren gerechnet wurde. Letztendlich stimmte der Rat mit den Stimmen von SPD, UWG und Bürgermeister Jörg Hußmann für die von der Verwaltung vorgeschlagene Lösung. Damit wird die Brücke an der Disselbrede auch nach der Sanierung weiter nur noch für Fußgänger und Radfahrer nutzbar sein.

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