Nach Kritik in Facebook-Gruppe: Die DLRG und der Seepark Ternsche widersprechen Vorwürfen

mlzKritik auf Facebook

Am Sonntag beschwerte sich eine Frau auf Facebook, dass am Ternscher See weder die DLRG noch eine andere Badeaufsicht anwesend war. Nun reagieren der Park und die ehrenamtliche Organisation.

Selm

, 02.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Der Ternscher See lockte aufgrund der heißen Temperaturen am Wochenende mal wieder viele Badegäste an. Die Wachstation der DLRG OG Selm blieb aber geschlossen. In der Facebook-Gruppe „Was in Selm passiert“ sorgte das für Kritik.

Dort wurden mehrere Fotos des geschlossenen DLRG-Gebäudes veröffentlicht. Viele weitere in der Gruppe zeigten ihr Unverständnis. Von dem Beitrag selbst hatte die DLRG nur durch Zufall erfahren, erzählt deren Leiter für Verbandskommunikation Andreas Jeske. Beim Seepark Ternsche war die Internet-Kritik noch gar nicht bekannt.

Mindestens fünf Personen im Einsatz

Es könne nicht sein, dass „irgendwelche Sachen behauptet werden, die gar nicht stimmen“, sagt Andreas Jeske. Er weist darauf hin, dass die DLRG „ihren Wachdienst aus eigenem Antrieb und ohne Auftrag für den übrigen und unübersichtlicheren Teil des Ternscher Sees“ vollzieht. Aufgrund personeller Probleme blieb die Wachstelle am vergangenen Wochenende aber tatsächlich unbesetzt.

„Normalerweise haben wir aber einen Wachdienst am Wochenende“, versichert er. Zu so einem Wachdienst gehört aber nicht nur eine einzelne Badeaufsicht. „Für eine Wachmannschaft wird neben einem Wachführer auch ein Bootsführer, ein Bootsgast sowie zwei Sanitäter benötigt“, erklärt Andreas Jeske.

Unentgeltlich agierende Organisation

„Wo Eintritt genommen wird, muss ein Bademeister sein“, lautete eine weitere Beschwerde in den Facebook-Kommentaren. Andreas Jeske weist daraufhin, dass die DLRG nichts mit den Eintrittspreisen des Sees zu tun hat und „gemeinnützig, ehrenamtlich und absolut unentgeltlich“ agiert. Heißt, die DLRG bekommt kein Geld für diese Arbeit.

Im erlaubten Badebereich innerhalb der gelben Bojen liege die Verantwortung sowieso beim Seepark, erklärt er. „Bademeister gibt’s da nicht“, beschwerte sich die Verfasserin des ursprünglichen Beitrags später noch in den Kommentaren - laut einem Mitarbeiter des Seeparks eine Fehlinformation. „Das ist nicht korrekt“, erklärt Philip Grasekamp, Mitarbeiter beim Seepark Ternscher See, der von den Vorwürfen auf Facebook noch nichts wusste.

DLRG lädt zum Kennenlernen ein

An Tagen, an denen der Park Eintritt für den See nimmt, sei immer eine Badeaufsicht anwesend. „Am Sonntag war sogar eine zweite da“, erzählt Grasekamp. Und wenn keine da ist, hänge immer eine Flagge am Mast, um auf das Fehlen einer Badeaufsicht aufmerksam zu machen.

Über einen Kommentar auf Facebook konnte sich Andreas Jeske aber dann doch noch freuen. Ein Nutzer riet allen Kritikern, sich einfach selbst bei der DLRG zu engagieren, damit es in Zukunft nicht wieder zu personellen Problemen kommen könne. Zum Kennenlernen lädt Andreas Jeske Interessierte ein, am kommenden Samstag (6. Juli) die Wachstation beim „Langen Tag der Stadtnatur“ von 11 bis 13 Uhr zu besuchen.

In einer vorigen Version schrieben wir fälschlicherweise, dass eine Flagge am Mast hängt, wenn keine Badeaufsicht da ist. Das war nicht korrekt. Wenn keine Flagge zu sehen ist, ist auch keine Badeaufsicht anwesend.

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