Ehemaliges Fernsehhaus Krampe: Dieses Geschäft zieht in das Ladenlokal

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Im Spätsommer des vergangenen Jahres hatte das Fernsehhaus Krampe an der Brückenstraße in Selm geschlossen. Jetzt zieht dort ein anderes Geschäft ein.

Selm

, 28.07.2020, 21:36 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wäre Corona nicht gewesen, wäre das Geschäft wahrscheinlich längst schon geöffnet. Die Krise hat den Zeitplan von Andreas Maul ziemlich durcheinander gebracht. „Jetzt ist hier noch Baustelle“, sagt er - und zeigt auf das Innere des Geschäfts, in dem bis 30. August des vergangenen Jahres noch das Fernsehhaus Krampe war. Bald soll hier ein Mini-Markt eröffnen, in dem es osteuropäische Spezialitäten zu kaufen gibt. Ein genauer Eröffnungstermin steht allerdings noch nicht fest - eben wegen Corona.

Schon viel getan hat sich im Inneren: Aber fertig ist das Ladenlokal noch nicht.

Schon viel getan hat sich im Inneren: Aber fertig ist das Ladenlokal noch nicht. © Marie Rademacher

Den Boden haben Andreas Maul und sein Geschäftspartner Jürgen Nein bereits erneuert. Die Elektrik ist gezogen, es stehen Regale und Einkaufswagen in dem Geschäftsraum. Fertig ist das Ladenlokal in dem Haus, das die beiden auch gekauft haben, allerdings noch nicht. „Wir warten noch“, sagt Andreas Maul. Auf die Kühltechnik, auf Handwerker, auf Genehmigungen. „Es wird wahrscheinlich September, bis wir öffnen können“, sagt Andreas Maul.

Mini-Markt zieht um

Bis es soweit ist, verkauft das Mini-Markt-Team, das aus Jürgen Nein, Andreas Maul, ihren beiden Ehefrauen und einem Mitarbeiter besteht, die Lebensmittel aus Russland oder Polen noch weiter in dem Mini-Markt, den es auf der Brückenstraße schon gibt: schräg gegenüber vom ehemaligen Fernsehhaus Krampe. Das Geschäft, das dort rund 80 Quadratmeter groß ist und vor drei Jahren geöffnet hat, wird sich dann mit der Neueröffnung deutlich vergrößern: Die Verkaufsfläche am neuen Standort ist 150 Quadratmeter groß.

Schräg gegenüber vom neuen Ladenlokal ist schon ein Mini-Markt. Er wird umziehen, sobald das neue Geschäft fertig ist.

Schräg gegenüber vom neuen Ladenlokal ist schon ein Mini-Markt. Er wird umziehen, sobald das neue Geschäft fertig ist. © Marie Rademacher

Das kleinere Geschäft soll schließen, sobald das neue öffnen kann, erklärt Andreas Maul im Gespräch mit der Redaktion. Das Sortiment wird sich dann auch erweitern. Im neuen Geschäft soll es nämlich auch Frischetheken für Fleisch und Fisch geben. Und natürlich die üblichen Spezialitäten aus Russland: guter Wodka, russisches Bier oder getrockneten Fisch nennt Andreas Maul als Beispiele. Im Mini-Markt, so sagt er und lacht, sei man aber „multikulti“. Es gibt deshalb - weil einfach die Nachfrage da war - auch türkische Lebensmittel oder rumänische.

Er selbst habe Wurzeln in Kasachstan, erzählt Andreas Maul. 1996 ist er im Alter von acht Jahren zusammen mit seiner Familie nach Deutschland gekommen. In den Mini-Markt, so erzählt er, kommen aber nicht nur Kunden, die sich nach Lebensmitteln aus der verlassenen Heimat sehnen. Sondern eben alle, die Lebensmittel brauchen, die es in anderen Supermärkten nicht gibt. „Die haben sich hier durchprobiert“, sagt Andreas Maul.

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