Eichenprozessionsspinner sind zwar aus Bäumen verschwunden, bleiben aber dennoch gefährlich

Eichenprozessionsspinner

Die Eichenprozessionsspinner sind wieder aus den Bäumen verschwunden. Die Gefahr einer toxischen Reaktion besteht aber noch immer. Die Stadt Selm bereitet sich schon aufs kommende Jahr vor.

Selm

, 15.10.2019, 17:20 Uhr / Lesedauer: 1 min
Eichenprozessionsspinner sind zwar aus Bäumen verschwunden, bleiben aber dennoch gefährlich

Eichenprozessionsspinner sorgten im vergangenen Sommer bei vielen Selmern für toxische Reaktionen. © Wilco Ruhland

Eichenprozessionsspinner sorgten in den vergangenen Sommermonaten für reichlich Aufregung. Denn die Raupen des Schmetterlings haben Brennhaare, die sowohl für Menschen als auch für Tiere gesundheitsschädigend sind. Auch wenn es die Raupen zu dieser Jahreszeit nicht mehr gibt, die Gefahr einer toxischen Reaktion bleibt.

An mehreren Wegen stehen sie noch immer: Schilder, die Fußgänger und Radfahrer auf die Gefahr der Eichenprozessionsspinner aufmerksam machen. Denn die Gefahr, die von den Brennhaaren ausgeht, besteht auch noch, wenn die Raupen sich längst zu Schmetterlingen entwickelt haben.

Bäume an Schulen und Kindergärten werden mit Wirkstoff besprüht

Auch jetzt gebe es noch „Resthaare und Nester“, erklärt Malte Woesmann, Sprecher der Stadt Selm. Sich durch die kleinen Haare zu verletzen, sei daher „selbst im Winter noch möglich“, sagt er.

Daher würden die Warnschilder auch stehen bleiben. Für das kommende Jahr plant die Stadt Selm an Schulen und Kindergärten prophylaktische Maßnahmen, um das Risiko von toxischen Reaktionen zu verringern.

„Die Bäume werden vorab besprüht“, sagt Woesmann. Mithilfe eines Wirkstoffs soll so verhindert werden, dass die Raupen Nester bauen. Für Menschen sei das Mittel zwar „unbedenklich“, aber trotzdem werde die Prophylaxe dann betrieben, wenn keine Kinder oder Jugendlichen auf dem Gelände sind.

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