Ein Blick in die Zukunft des Selmer Zentrums

Vision zur Aktiven Mitte

Ein Fenster aus Containern: Kann man dadurch bald das Wachsen der Aktiven Mitte Selm beobachten? Wenn man der Vision der beiden Studenten Klara Esch und Georg Kreuer folgen darf, dann ja: Sie haben einen Entwickler-Wettbewerb gewonnen und darin das Temporäre Haus der Wirtschaft für die Aktive Mitte Selm entworfen.

SELM

, 29.03.2015, 17:08 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es ist ein zentraler, wenngleich umstrittener Bestandteil des Campus‘ Selm in der Aktiven Mitte: das Haus der Wirtschaft. Die Planergesellschaft DTP Davids und Terfrüchte, die den ersten großen Projektentwurf für die Aktive Mitte vorgelegt hat, hatte ein solches auf dem Campus Selm angedacht. Einmal ein zeitlich befristetes, das die Bauphase schon ab diesem oder dem nächsten Jahr begleiten und Möglichkeiten für junge Menschen schaffen sollte, sich über die Ausbildungsmöglichkeiten zu informieren.

Zwischen Schule und Beruf

Die Idee: Es soll auf dem alten Sportplatz an der Kreisstraße gebaut werden. Später soll auf dem Campus dann ein Haus der Wirtschaft stehen, das Tagungsräume bietet und ebenfalls an der Stelle zwischen Schule und Beruf andocken soll. Soweit die Theorie, die vor allem deswegen umstritten ist, weil keiner so genau weiß, was geplant ist.

Im Winter schon richtete die Stadt nun an der Alanus-Hochschule Bonn einen Wettbewerb unter Architektur-Studenten aus. Hintergrund: Die Hochschule suchte noch ein Betätigungsfeld für ihre Studenten, die sich im Rahmen eines Seminars an einem solchen Wettbewerb teilnehmen sollten. Über die Regionale-Agentur wurde diese Anfrage dann mit der der Aktiven Mitte Selm verschmolzen.

Wirth: "Blickfang und Ankerpunkt für die Aktive Mitte"

Der Gewinner-Entwurf, für den Klara Esch und Georg Kreuer 1500 Euro Siegprämie gewonnen haben, entstand auf Basis von Schiffscontainern und Holzpaletten. Der Wettbewerb fand bis dato unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Warum? Thomas Wirth, der im Stadtentwicklungs- und Bauamt zurzeit rund drei Viertel seiner Arbeitszeit mit der Planung der Aktive-Mitte-Bestandteile zubringt, erklärt das so: "Wir wissen nicht, ob das temporäre Haus der Wirtschaft verwirklicht wird. Aber man hätte hiermit einen Blickfang und Ankerpunkt für die Aktive Mitte."

Es könnte sein, dass an der Stelle schon früher als erwartet ein richtiges Haus der Wirtschaft gibt. Örtliche Unternehmen, die IHK oder die Schulen sollen dort vorhandene Räume nutzen können. Das wäre dann ganz sicher nicht aus Seecontainern und Holzpaletten zusammengebaut.

Fakten zum Wettbewerb:

  • Die Projektaufgabe lautete, ein temporäres Haus der Wirtschaft zu entwerfen – temporär, also zeitlich begrenzt für die Phase, in der die Aktive Mitte errichtet wird.
  • Es sollte einen realistischen Anspruch haben, umfasste aber nicht die Aufstellung eines Kostenplans, sondern einzig die architektonische Sicht.
  • Acht Kleingruppen von Studenten der Alanus-Hochschule in Alfter bei Bonn erstellten in Vorbereitung auf ihre Bachelor-Arbeit entwürfe.
  • Eine Jury, besetzt mit Bürgermeister Mario Löhr, Wolfgang Händschke vom Bau- und Stadtentwicklungsamt der Stadt Selm und Vertretern der Regionale-Agentur, wählten drei Gewinner aus.
  • Der Wettbewerb war mit einem für studentische Wettbewerbe üblichen Preisgeld von 3000 Euro (Sieger: 1500 Euro) ausgeschrieben.
  • Die entstandenen Modelle will die Stadt möglicherweise in den nächsten Monaten mal in Selm präsentieren.

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