Einbruchs-Opfer starb sieben Wochen nach der Tat: Angeklagter schweigt vor Gericht

Landgericht Dortmund

Ein brutaler Einbruch an der Lange Straße sorgte im Oktober 2018 für Fassungslosigkeit. Zwei Täter überwältigten einen 73-Jährigen und ließen ihn hilflos liegen. Jetzt begann der Prozess.

Selm, Bochum

, 17.07.2019 / Lesedauer: 2 min
Einbruchs-Opfer starb sieben Wochen nach der Tat: Angeklagter schweigt vor Gericht

Vor dem Landgericht in Dortmund hat der Prozess wegen eines Raubs begonnen. Das 73-jährige Opfer starb sechs Wochen nach der Tat. © picture alliance/dpa

Vor dem Dortmunder Landgericht muss sich ein 32-jähriger Mann verantworten, dessen Fingerabdrücke am Tatort gesichert werden konnten. Zugeben will der Angeklagte seine Beteiligung an der Tat jedoch nicht. „Mein Mandant wird schweigen“, kündigte Verteidiger Jan-Henrik Heinz zum Prozessauftakt an.

Bei dem Einbruch soll einer der Täter zunächst an der Tür des 73-jährigen Bewohners geklingelt haben. Und während dieser sich noch weigerte zu öffnen, soll der andere durch die geöffnete Terrassentür von hinten in die Wohnung eingedrungen sein und das Opfer überwältigt haben.

Täter fesselten den 73-Jährigen

Nachdem die Täter den 73-Jährigen dann zu Boden gebracht und gefesselt hatten, durchsuchten sie die Wohnung und stahlen Bargeld und eine Armbanduhr. Als sie schließlich flüchteten, ließen sie den Rentner hilflos auf dem Boden liegen.

Der Senior konnte sich zwar kurz darauf selbst befreien, dennoch hat der Überfall tiefe Spuren bei ihm hinterlassen. „Er war anschließend nicht mehr derselbe“, sagte sein Sohn am Dienstag als Zeuge vor Gericht. Sieben Wochen nach der Tat sei sein Vater schließlich verstorben. Wohl aber nicht an den direkten Folgen des Martyriums. Ansonsten müsste sich der Angeklagte nicht nur wegen Einbruchs, sondern wegen Mordes vor Gericht verantworten.

Der Prozess wird am Donnerstag fortgesetzt.

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