Einkaufen in Selm: Kaufleute wollen alle Ortsteile für Kunden attraktiver machen

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Die Werbegemeinschaft - der Zusammenschluss der Selmer Geschäftsleute - hat Ende 2019 ein paar Wechsel im Vorstand gehabt. Was bedeutet das für die künftige Arbeit?

Selm, Bork

, 08.01.2020, 11:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Werbegemeinschaft Selm baut mit den Wechseln im Vorstand auf einer Arbeit auf, die seit geraumer Zeit das Potenzial der einzelnen Ortsteile - Selm-Altstadt, Selm-Zentrum und Bork - fördert und fordert. Arbeitskreise aus den einzelnen Ortsteilen bringen Ideen ein, sagt Volker Brüning, wiedergewählter Vorsitzender der Werbegemeinschaft, im Gespräch mit der Redaktion.

Geleitet werden diese Arbeitskreise von den drei Vorsitzenden der Werbegemeinschaft. Die Wahlen haben folgendes Trio an der Spitze ergeben: Volker Brüning (Altstadt), André Brüse (Bork) und Thomas Kaim (Zentrum).

„Arbeit hat hervorragend geklappt“

„Die Arbeit der Arbeitskreise hat in den letzten zwei Jahren hervorragend geklappt“, berichtet Brüning. Angefangen habe das mit den Baustellenfesten. Jetzt treffen sich die Mitglieder einmal im Monat, um sich auszutauschen.

In der Altstadt haben die Bürger diese Arbeit bereits erleben dürfen: „Hallo Frühling“ und „Hallo Herbst“ waren Veranstaltungen, die sich aus dem Arbeitskreis Altstadt entwickelt haben. Allein in der Selmer Altstadt werden laut Volker Brüning im Jahr 2020 drei Veranstaltungen gestemmt.

Auch der Arbeitskreis Bork trifft sich schon. Und nimmt Vereine und zum Beispiel auch die Interessengemeinschaft Borker Bürger (IBB) mit ins Boot. „Das ist nicht voneinander zu trennen“, sagt Brüning.

Was das Selmer Zentrum betrifft, sei der Arbeitskreis gerade im Aufbau. Das habe auch damit zu tun, dass mit Thomas Kaim ein neuer dritter Vorsitzender gewählt wurde. Und der sei gerade dabei, einen solchen Arbeitskreis ins Leben zu rufen. Das Problem laut Brüning: „Die Kreisstraße ist getragen von großen Filialisten.“ Das bedeute, dass sie im Gegensatz zu von Inhabern geführten Geschäften keinen lokalen Ansprechpartner für die Werbegemeinschaft haben. Sie öffnen zwar zu den Aktionen in Selm, bringen aber selber nichts an Initiative im Vorfeld ein, so Brüning.

Geschäftsleute motivieren und mitnehmen

Nun gehe es darum, die anderen Geschäftsleute mitzunehmen und zu motivieren. Geschäftsleute, die mitmachen wollen, gebe es genug, sagt Volker Brüning.

Neben großen Veranstaltungen wie dem Stadtfest, das die Stadt organisiert, konzentriere sich die Werbegemeinschaft im Selmer Zentrum auf Late-Night-Shopping oder Verkaufsaktionen. Schulungen der einzelnen Händler im Zentrum in Sachen Öffnungszeiten und Digitalisierung seien ebenfalls geplant.

Das sind die Termine 2020 Die Werbegemeinschaft hat 2020 einiges vor: So gibt es am Sonntag, 26. April 2020 das Frühlingsfest in der Selmer Altstadt. Das Stadtfest steigt im Selmer Zentrum am Sonntag, 21. Juni. Das Herbstfest in der Altstadt ist für den 20. September vorgesehen. Der Adventsmarkt in der Altstadt läuft am ersten Adventswochenende. Der Weihnachtsmarkt Bork ist für das zweite Adventswochenende geplant. 2021 wird es dann auch wieder den Borker Sonntag geben.

Apropos Stadtfest: Die Werbegemeinschaft möchte gezielt Imageförderung betreiben. „Es geht darum, Menschen, die zum Stadtfest nach Selm kommen, in die Geschäfte zu bekommen, um zu beweisen, dass der Standort Selm sehr gut ist, um einzukaufen. Gutscheinaktionen, ein Einkaufsführer als Broschüre, der auflistet, welche Geschäfte es gibt: Das seien Möglichkeiten eben jener Imageförderung, die auch nachhaltig wirken könne.

Einkaufen in Selm: Kaufleute wollen alle Ortsteile für Kunden attraktiver machen

Der Borker Sonntag ist wieder für 2021 geplant © Arndt Brede (A)

Imagekampagnen sollen Einzelhandel stärken

Imagekampagnen können auch Mittel sein, um den Einzelhandel in der Altstadt und in Bork zu stärken. „Da sind wir als Werbegemeinschaft zum Beispiel gefordert, verkaufsoffene Sonntage durchzuführen.“ Denn die Werbegemeinschaft sehe in den verkaufsoffenen Sonntagen, die ja immer an ein Fest gekoppelt sein müssen, also einen traditionellen Hintergrund haben sollen, die Chance, die Schaulustigen, die wegen des Festes kommen, auch dazu zu bewegen, wieder zu kommen und in den Geschäften einzukaufen.

Das bedürfe aber einer Linie, die einheitlich zu erkennen sei, sagt Brüning. Dazu gehöre auch, dass sich die Geschäfte gegenseitig empfehlen. Und: „Wir müssen eine tolle Atmosphäre haben.“ Die Geschäfte, wie teilweise in der Weihnachtszeit, länger geöffnet zu haben, zähle auch dazu.

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