Eltern auf den Barrikaden

Protest gegen die Schließung von Bolland-Süd und anderen Plätzen

15.05.2007 / Lesedauer: 3 min

?Wir wollen nicht, dass unser Spielplatz dicht gemacht und verkauft wird. Und wir finden es auch nicht gut, wenn andere Spielplätze geschlossen werden?, sagt Anja Limberg. Zusammen mit einer ganzen Reihe von Eltern und Kindern machte sie gestern an Ort und Stelle den Protest der Anwohner deutlich: ?Wir haben uns kurz geschlossen und sind alle der gleichen Meinung.? ?Ich bin oft hier mit meinen Töchtern Emely und Melina und treffe mich mit meiner Freundin, die mit ihren Kindern kommt?, sagt Maria Heitmann. Auf dem Platz Bolland-Süd sei immer etwas los. Da stimmen ihr die anderen Mütter zu. Auch Andrea Soodmann bestätigt das: ?Der Spielplatz ist sehr attraktiv und schön gelegen. Es gibt Schatten, wenn die Sonne stark scheint. Außerdem ist es der einzige Spielplatz im Wohngebiet mit einer Schaukel.? Deshalb kämen auch Kinder dort hin, die etwas weiter weg wohnen. Und Stefani Olejnik fürchtet, ?dass die Kinder auf der Straße spielen, wenn die Spielplätze geschlossen werden?. ?Für uns und einige Nachbarn war der Spielplatz hier auch ein wichtiger Grund für den Kauf unseres Grundstücks?, so Andrea Soodmann. Da fühle man sich jetzt verraten und verkauft, sagt die Nordkirchenerin und alle anderen Mütter nicken mit dem Kopf. Sie würde auch gerne wissen, warum die Verwaltung gerade diesen Platz unter dem Gesichtspunkt des Bedarfes für entbehrlich hält. ?Die haben wahrscheinlich an einem Regentag fünf Minuten geguckt, ob Kinder hier spielen.? Anja Limberg erinnert an die Erschließungsbeiträge, die die Familien auch für die Spielplätze geleistet haben: ?Zahlt uns Herr Drebing dann das Geld zurück?? Die Mütter laden alle Nordkirchener am Sonntag (20.) um 11 Uhr ein, zu einem der drei Spielplätze zu kommen, die im Ortsteil Nordkirchen geschossen werden sollen. Das sind außer Bolland-Süd noch die Plätze Auf den Äckern und Mozartstraße. Dort werden Unterschriften gesammelt . Die Listen werden auch in Geschäften ausgelegt. Damit wollen die Eltern Verwaltung und Politik deutlich machen, was sie von den Schließungsplänen halten. Anja Limberg bringt es auf den Punkt: ?Es kann nicht sein, dass man junge Familien mit kostenlosen Kindergartenplätzen nach Nordkirchen lockt und dann Spielplätze verkauft, um die Haushaltslöcher zu stopfen.? mam

Lesen Sie jetzt