Die Wärme eines Autos lockt Katzen an (Symbolbild). Dass die Feuerwehr zu einer besonderen Tierrettung in Sem ausrücken musste, hatte aber andere Gründe. © picture-alliance/ dpa
Feuerwehr Selm

Feuerwehr in Selm rettet Katze aus dem Armaturenbrett eines Autos

Tierrettung gehört für Feuerwehrleute zum Alltag. Mehrfach musste sie in diesem Jahr ausrücken, um Tiere aus misslichen Lagen oder echten Notsituationen zu retten. Diese Katze aber war etwas Besonderes.

An sich hatte der Mensch alles richtig gemacht, als er Anfang Dezember eine Katze mit dem Auto transportieren wollte: Das Tier saß gegen all Unwägbarkeiten gut gesichert in einer entsprechenden Transportbox. Die Rechnung ging trotzdem nicht auf: Das Tier büxte aus – und brachte sich verschreckt in der hintersten Ecke des Fahrzeugs in Sicherheit. Wobei: eher im vorderster Winkel.

Katze beschert Feuerwehr untypische Arbeit

Denn die Katze verschwand im Fußraum der Vordersitze und kletterte von dort durch einen Spalt hinter das Armaturenbrett. Kein Mensch kam mehr an sie heran. „Ob sie da wirklich festsaß und alleine nicht mehr herausgekommen wäre oder es zu dem Zeitpunkt auch einfach nicht wollte, das kann ich nicht sagen“, sagt Selms Feuerwehrchef Thomas Isermann. Tatsache war jedoch, dass die Feuerwehr gerufen wurde, um das Tier zu befreien. „Eine solche Situationen findet man bei einer Tierrettung eher nicht oft vor“, erklärte Isermann.

Feuerwehr kommt nicht einfach an die Katze heran

Die Angst des Tieres nahm durch die ihm fremden Personen aber noch zu. Die Katze wurde noch stärker eingeschüchtert, als sie es in ihrer ursprünglichen Panik ohnehin gewesen war und die sie in diese unglückliche Stellung gebracht hatte. Denn auch die Feuerwehrleute kamen ohne weiteres nicht an der Katze heran.

Sie nahmen sich des Armaturenbretts daher von vorne an, entfernten auf der linken Fahrzeugseite die Tacho-Einheit und konnten die Katze so aus ihrem Versteck holen. Körperlich verletzt wurde das Tier bei seiner Flucht und Rettung nicht.

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