Ausgelassen hat Selm den Jahreswechsel 2019/2020 gefeiert. In diesem Jahr wird das wohl etwas anders aussehen. © Jura Weitzel (Archiv)
Silvester

Feuerwerk an Silvester: Was ist erlaubt in Selm – und was nicht?

Mit großer Party und viel Feuerwerk wird Silvester in diesem Jahr wohl nicht ablaufen. Wir beantworten die wichtigsten Fragen dazu, was 2020 für Regeln gelten - und welche Verbote es in Selm gibt.

Böller knallen, Knallfrösche zünden, Raketen in den Himmel schießen: Was sonst an Silvester in Deutschland zur Normalität gehört, könnte dieses Jahr ein bisschen anders aussehen. Zwar ist das Silvesterfeuerwerk angesichts der Corona-Krise nicht komplett verboten. Es gibt aber einige Regeln, die nur in diesem Jahr gelten. Welche das sind und was in Bezug auf Pyrotechnik in Selm in der Nacht zum neuen Jahr nicht möglich sein wird, erklären wir in Fragen und Antworten.

Von Stadt zu Stadt sind die Regeln in NRW zu Böllerverboten ja etwas unterschiedlich. Wie genau sieht es in Selm aus?

Die Coronaschutzverordnung schreibt vor, dass auf belebten Straßen und Plätzen das Zünden von Feuerwerkskörpern an Silvestern untersagt sein soll. Allerdings steht dort auch, dass die Kommunen im Land selbst entscheiden, ob es überhaupt solche belebten Straßen und Plätze gibt, die ein Verbot nötig machen. Die Stadt Selm hat das verneint. „Die Erfahrungen der vergangenen Jahre haben gezeigt, dass es nicht, wie zum Beispiel in Großstädten, zu Ansammlungen von hunderten Personen auf einem Platz gekommen ist, wo gemeinsam Feuerwerk abgebrannt wurde“, hatte Stadtsprecher Malte Woesmann dazu schon Anfang Dezember erklärt. Daran hat sich bis jetzt auch nichts geändert, wie Norbert Zolda von der Stadt Selm auf Anfrage der Redaktion erklärte. Das heißt: Nach aktuellem Stand gibt es in Selm kein Böller-Verbot an Silvester.

Was allerdings überall verboten ist, ist der Verkauf von Silvester-Feuerwerk, oder?

Genauso ist es. Die Coronaschutzverordnung sieht ein Verkaufsverbot von Feuerwerkskörpern vor. Ob sich die Selmer Händler daran halten, kontrolliert ebenfalls die Stadt Selm. Das bestätigte Norbert Zolda: Es gebe Stichproben in den einzelnen Geschäften, die unter normalen Umständen Böller, Raketen und Co. angeboten hätten und derzeit geöffnet haben dürfen.

Sind bei diesen Stichproben-Kontrollen der Stadt denn schon Verstöße ans Licht gekommen?

„Nein“, erklärt Norbert Zolda dazu. Geöffnet haben im Moment ja auch nur die Geschäfte, die Dinge für den täglichen Bedarf anbieten. Aber auch in Supermärkten gibt es seit einigen Jahren ja auch Feuerwerk. Dieses Jahr allerdings nicht: Auch wenn in einigen Prospekten der großen Ketten noch Werbung dafür gemacht worden war.

Wie sieht es denn eigentlich im privaten Bereich aus? Gibt es da auch Verbote in Bezug auf Feuerwerk, die ich an Silvester beachten sollte?

Nein, die gibt es nicht. Auch das bestätigt Norbert Zolda für die Stadt Selm. Vom Land NRW gibt es aber zumindest eine Bitte an die Bevölkerung: „Es wird dringend empfohlen, auch auf das private Feuerwerk zu Hause zu verzichten und bereits gekaufte Feuerwerkskörper nicht zu zünden. Damit können Verletzungen vermieden werden, die das derzeit ohnehin sehr stark belastete Gesundheitssystem zusätzlich in Anspruch nehmen würde“, heißt auf der Homepage der Landesregierung.

Gibt es denn vom im Lockdown geltenden Kontaktverbot an Silvester – ähnlich wie an Weihnachten – eine Ausnahme?

Nein, an Silvester gelten die gleichen Kontaktbeschränkungen wie im Rest des Dezembers (von Weihnachten abgesehen). Dazu erklärt das Land NRW: „An Silvester und am Neujahrstag gilt: Private Treffen im öffentlichen Raum sind auf den eigenen und einen weiteren Haushalt zu reduzieren. Maximal dürfen sich aber fünf Personen treffen, wobei Kinder bis einschließlich 14 Jahre bei der Berechnung der Personenzahl nicht mitzählen.“

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Marie Rademacher

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