Förderverein Freibad stellt neues Konzept im Rat vor

Sitzung am Mittwoch

Der Förderverein Freibad hat ein neues Konzept vorgelegt, mit dem die Badesaison in diesem Jahr gerettet werden könnte. Der Rat entscheidet am Mittwoch bei seiner Sitzung um 17 Uhr im Bürgerhaus über die Freibadzukunft.

SELM

von Von Theo Wolters

, 27.03.2012, 17:19 Uhr / Lesedauer: 2 min
In der Ratssitzung am Mittwoch geht es um die Zukunft des Freibads.

In der Ratssitzung am Mittwoch geht es um die Zukunft des Freibads.

„Eine Neueinstellung ist nicht erforderlich, da die Stadtwerke Selm einen Mitarbeiter beschäftigen, der ausgebildeter Schwimmeister ist“, so der Fördervereinsvorsitzende Steffen Lorscheider. Der Mitarbeiter hätte auch seine Bereitschaft signalisiert, im Freibad tätig zu werden. Der Förderverein ist der Ansicht, die Stadtwerke könnten den Mitarbeiter für die Stadt Selm abstellen. Dies könnte auf die Badesaison beschränkt werden.Der Mitarbeiter ist zurzeit als Fahrer eines Seitenladerfahrzeugs eingesetzt. Wie Steffen Lorscheider in einem Pressegespräch erklärte, könnte eine Ersatz durch eine Zeitarbeitsfirma gefunden werden. Der Fördervrein wird versuchen, weitere Kräfte für die Beckenaufsicht zu finden, die dies nicht hauptamtlich tun. Gespräche werden mit zwei möglichen Kandidaten geführt. Damit die Wochenarbeitszeit des Schwimmmeisters von maximal 48 Stunden eingehalten werden kann, denkt der Förderverein an veränderte Öffnungszeiten des Freibads.

Das Bad soll nach dem Konzept täglich, außer montags von 12 bis 18 Uhr geöffnet sein. „In dem zu schließenden Dienstleistungsvertrag der Stadtwerke mit der Stadt könnte ein Betrag von 20.000 Euro vorgesehen werden“, so Steffen Lorscheider. Diese Kosten würde der Förderverein übernehmen. Das Bad muss aber noch für die Saison vorbereitet werden. „Der ehemalige Schimmmeister Dieter Weißmann hat sich bereit erklärt sämtliche Aktivierungsarbeiten für den Freibadbetrieb zu begleiten“, so der Vorsitzende. Die Vergütung würde auch der Förderverein übernehmen.

Der Förderverein wäre zudem bereit, die Kosten für eine Reinigungskraft auf 400 Eurobasis zu übernehmen. Dies sieht das Konzept auch für die Tätigkeit der Kassenaufsicht vor. „Wir können uns bei der Kassenaufsicht auch die Unterstützung durch Mitglieder des Fördervereins vorstellen“, so Steffen Lorscheider. Übernehmen würde der Förderverein auch die Kosten für die Grünpflege. Lorscheider: „Die Stadtwerke müssten nur noch die Hauptflächen mähen, Mitglieder des Fördervereins würden die Arbeit unterstützen.“

Der Förderverein hat errechnet, dass alle im Konzept beschriebenen Kosten sich insgesamt auf 30.900 Euro belaufen würden. „Wie schon vor einigen Wochen erklärt, ist der Förderverein bereit, insgesamt 40.000 Euro zur Verfügung zu stellen“, so der Vorsitzende. Mit diesem Konzept wäre erst einmal die Badesaison für dieses Jahr gesichert. „Damit das Freibad aber auch in den kommenden Jahren geöffnet werden kann, sollte die Stadt eine externes Gutachten über verschiedenen Möglichkeiten der Fortführung des Badebetriebs einholen“, appelliert der Vorsitzende an die Stadt.

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