Fremder Hund verletzt Sunny und Frauchen

Beiß-Attacke bei Spaziergang

Schock beim Spaziergang am Selmer Freibad: Marga Exner muss mitansehen, wie sich plötzlich ein fremder Collie im Nacken ihres Hundes Sunny festbeißt. Mutig geht sie dazwischen, wird selbst verletzt. Sunny hat Glück: Die Attacke verfehlt die Halsschlagader nur knapp. Jetzt sucht die Polizei Zeugen.

SELM

, 29.09.2014, 18:37 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die beiden waren am Donnerstag wie so oft um 9 Uhr an der Funne in Höhe des Freibades spazieren. Auch eine andere Frau war dort mit drei Hunden unterwegs. Einer von ihnen, ein hellbrauner Kurzhaar-Collie, schnüffelt kurz an Sunny. Plötzlich beißt der fremde Hund sich im Nacken des Tieres fest. „Ein Tötungsbiss“, sagt Marga Exners Ehemann Helmut Exner am Montag im Gespräch mit unserer Redaktion. Er habe mit Jägern darüber gesprochen. Tatsächlich wird Sunny bei der Attacke schwer verletzt. Wahrscheinlich rettet nur das beherzte Eingreifen von Marga Exner dem Hund das Leben. Die Selmerin erinnert sich: „Ich habe gedacht, der bringt den um. Ich habe versucht, das Maul des Hundes auseinanderzuziehen.“

Die Besitzerin des anderen Hundes habe ihr noch geraten, mit Sunny schnell zum Tierarzt zu gehen, sei dann aber mit ihren Hunden im Auto weggefahren. Der Tierarzt habe ihr später gesagt, dass der Biss in Sunnys Nacken nur knapp die Halsschlagader verfehlt habe. In den ersten zwei Tagen nach dem Unfall sei mit Sunny nichts los gewesen, sagt Helmut Exner. „Keine Lebenslust“, beschreibt er den Zustand des Hundes nach dem Angriff. Was das Ehepaar Exner besonders wütend macht, ist die Reaktion der anderen Hundebesitzerin. „So was kann jedem mal passieren“, sagt Helmut Exner. „Aber die Unverantwortlichkeit empört mich“, sagt er, verärgert darüber, dass die Frau einfach gefahren sei.

Auch die Polizei berichtete am Montag auf Nachfrage der Redaktion über den Fall. Es werde noch immer ermittelt, unter anderem wegen unterlassener Hilfeleistung. Marga Exner war verletzt, die Besitzerin des anderen Hundes hätte reagieren müssen. Zum Beispiel hätte sie einen Arzt rufen können oder die Frau und den Hund selbst mit dem Nötigsten versorgen können. Außerdem hätte sie ihre Adresse hinterlassen müssen, damit später eventuell anfallende Kosten ausgeglichen werden können.  Zeugen, die die Frau mit den drei Hunden im schwarzen Kleinwagen mit Steilheck beobachtet haben, können sich bei der Polizei Werne unter (02389) 921-3420 melden.    

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