Bis zu 1000 Megabit Bandbreite versprechen die neuen Glasfaserleitungen, die die Westenergie Breitband GmbH in Selm verlegen möchte. © Christian Lünig
Glasfaser für den Innenstadtbereich

Frist für Glasfaseranschluss im Innenstadtbereich Selm verlängert

Bisher haben sich nur fünf Prozent der Selmer konkret für einen kostenfreien Glasfaseranschluss entschieden. Die Frist ist zwar abgelaufen. Aber zu spät ist es noch nicht.

Ein wenig bedrückt sahen sie schon aus, Bürgermeister Thomas Orlowski und Markus Droste, Kommunalmanager bei der Westenergie Breitband GmbH, die den Breitbandausbau im Innenstadtbereich Selms vorantreiben soll, als diese Redaktion anlässlich des Starts des Breitbandausbaus für den Außenbereich mal nachfragte, warum sich denn wohl so wenige Selmer im Innenstadtbereich für das Glasfaser-Projekt entschieden haben. Immerhin gibt es perspektivisch von 65 Prozent der Grundstückseigentümer im Außenbereich entsprechende Willenserklärungen.

Eine konkrete Erklärung für die unterschiedliche Resonanz im Innenstadt- und im Außenbereich gibt es nicht. Eher so ein Gefühl: „Ich glaube, dass die Leute im Innenstadtbereich mit den Bandbreiten, die sie erreichen, zufrieden sind“, sagt Markus Droste. Heißt: Wer bisher Bandbreiten erzielt, die die Internetanwendungen zuhause akzeptabel machen, verzichtet auf den Ausbau für das Glasfasernetz. Selbst wenn, wie im Fall der Westenergie Breitband GmbH, Bandbreiten bis zu einem Gigabit – also 1000 Megabit – versprochen werden.

Neuer Anlauf 2021

Nun könnte man ja glauben, dass mit Ablauf der Frist die Chance auf Glasfaseranschluss vertan ist. Irrtum: „Ich denke, dass wir im nächsten Jahr nochmal einen Anlauf nehmen, um dann die notwendigen 40 Prozent erreichen zu können“, signalisiert Bürgermeister Orlowski. „Gerade auch im Innenstadtbereich gibt es viele Bürger, die sagen, dass sie schnelles Internet zum Beispiel für das Homeoffice brauchen.“ Zur Wahrheit gehöre aber auch, dass der Breitbandausbau im Innenstadtbereich im Gegensatz zum geförderten Ausbau im Außenbereich für die Bürger kostenpflichtig sei. Rechne man das auf längere Zeit, lohne sich diese Investition aber.

Die Kosten für den Ausbau würden dann dadurch bezahlt werden, dass man einen Eon-Highspeed-Vertrag abschließe. „Über dieses Produkt finanziert sich letztendlich auch der Ausbau“, ergänzt Markus Droste.

Frist bis Jahresende verlängert

Stadt Selm und Westenergie Breitband GmbH warten jetzt nicht bis zum nächsten Jahr, um die Vermarktungsquote von 40 Prozent zu erreichen, die den Breitbandausbau für das Unternehmen wirtschaftlich mache: „Wir haben die Frist bis zum Jahresende verlängert“, erklärt Droste. „Wir müssen immer wieder Aufklärungsarbeit leisten, damit es bei den Bürgern ankommt. Alle wissenschaftliche Studien sagen voraus, dass man in Zukunft bis zu einem Gigabit benötigt.“

Informationen über den Glasfaserausbau gibt es unter Tel. 0800 99 000 66 oder unter www.eon.de/selm

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Arndt Brede

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