Borker Straße

Gefahrenpunkt Borker Straße bei Cappenberg: Politiker suchen Lösung

Die Borker Straße von Cappenberg bis zur Einmündung B236 ist sehr eng und eine Schlaglochpiste. Geht eigentlich zur Verbesserung der Verkehrssicherheit mehr als die angekündigte Sanierung?
Die Borker Straße zwischen Cappenberg und B236 ist sehr eng und in schlechtem Zustand. Eine vollständig zufriedenstellende Lösung zu finden, ist offenbar schwierig. © Günther Goldstein

Mit einer Strecke von rund 1,7 Kilometern zwischen Cappenberg und der Einmündung B236 sowie einem engen Fahrbahnquerschnitt gehört die Borker Straße zu den Straßen in Selm, auf denen besondere Vorsicht und extrem vorausschauendes Fahren gefordert ist. Die Realität sieht so aus:

Begegnungsverkehr zwischen Pkw ist schon manches Mal heikel. Kommen sich ein Lkw oder Bus und ein Pkw entgegen oder gar zwei Lkw und/oder ein Bus, reicht die vorhandene Fahrbahnbreite von teilweise nur 5,20 Metern kaum aus, um Unfälle zu vermeiden. Seit Langem fordern Verkehrsteilnehmer einen Ausbau zur Erhöhung der Verkehrssicherheit.

Der Kreis Unna hatte der Redaktion gegenüber erklärt, die Borker Straße erhalte 2022 auf der gesamten Länge „einen komplett erneuerten bituminösen Oberbau in der vorhandenen Fahrbahnbreite“. Sprich: Breiter wird sie nicht werden.

Daraufhin hatte CDU-Ratsvertreter Christoph Kappenberg gefordert, bis zur Sanierung das Tempo von erlaubten 70 km/h auf 50 km/h zu drosseln. Der Kreis Unna als zuständige Behörde sah keine Veranlassung, auf Tempo 50 herunterzugehen.

CDU trifft Kreisvertreter

Die Selmer CDU gibt sich offenbar mit dieser Entwicklung nicht zufrieden. Die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Selm sowie Vertreter der Ortsunion Cappenberg trafen sich jüngst mit Ludwig Holzbeck, Dezernent des Dezernats II – Bauen und Planen/Geoinformation und Kataster/Mobilität, Natur und Umwelt – bei der Kreisverwaltung Unna, und dem zuständigen Sachgebietsleiter Unterhaltung, Neubau und Erweiterung von Verkehrsflächen, Jürgen Busch, um sich über mögliche Erweiterungen der Borker Straße auszutauschen.

Dazu schreibt die CDU in einer Pressemitteilung unter anderem: „Die Stadtverwaltung hatte den Rat in einer der letzten Sitzungen darüber informiert, dass der Kreis Unna die Sanierung der Straße plane. Ratsmitglied Christoph Kappenberg (CDU) hatte bereits in der Ratssitzung daraufhin hingewiesen, die Straße sei für den dort täglich stattfindenden Verkehr ohnehin zu schmal, und eine Erweiterung der Straße vorgeschlagen.

Die CDU-Kreistagsmitglieder Herbert Krusel und Michael Zolda hatten sich daraufhin um den gemeinsamen Termin mit den Vertretern des Kreises Unna bemüht, um verschiedene Lösungsansätze von einer Erweiterung der bestehenden Straße bis hin zu weiteren Geschwindigkeitsbegrenzungen auszuloten. Ziel ist eine Erhöhung der Verkehrssicherheit.“

Kreis: Erweiterung wäre wie Straßenneubau

In der Pressemitteilung der Christdemokraten wird das Ergebnis des Gesprächs wie folgt mitgeteilt: „Ludwig Holzbeck und Jürgen Busch kennen die Problematik vor allem in Fällen der Begegnung von Schwerlastverkehr in den Kurven. Eine Erweiterung der Straße halten sie bautechnisch und wegen des notwendigen Grundstückserwerbs aus Kostengründen für nicht darstellbar. Eine Erweiterung würde faktisch einen vollständigen Straßenneubau erfordern. Gleichwohl haben die Vertreter des Kreises zugesagt, Verbesserungen vornehmen zu wollen. Bei Kreisstraßen gleicher Breite arbeite man immer wieder mit Rasengittersteinen am Fahrbahnrand, um die Bankette vor der Beschädigung durch den Straßenverkehr zu schützen und trotzdem ein leichtes Ausweichen des Verkehrs zu den Seiten im Bedarfsfall zu ermöglichen. Solche Maßnahmen seien auch im Rahmen einer Sanierungsmaßnahme förderfähig. Hierzu sei man bereits im Kontakt mit der Bezirksregierung Arnsberg.“

CDU-Bundestagskandidat Arnd Hilwig nutzte die Gelegenheit, um die Bedeutung einer intakten kommunalen Infrastruktur für lebendige Städte und eine starke Wirtschaft zu betonen. Dort, wo Gefahrenstellen beseitigt und Sicherheit erhöht werden könnten, dürfe es am Geld nicht fehlen. Er werde sich daher in Berlin stets für eine auskömmliche Finanzierung der Kommunen und ihrer Infrastruktur einsetzen.

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