Bereits von außen ist zu erkennen, dass im Haus in der Bismarckstraße ein Feuer wütete. © Dennis Görlich
Hausbrand

Große Hilfsbereitschaft nach Brand in Selm – Opfer zeigen Dankbarkeit

Nach dem Hausbrand in der Bismarckstraße in Selm am Dienstag (12.10.) zeigten sich die Selmerinnen und Selmer hilfsbereit. Die Brandopfer äußerten sich über die viele Unterstützung.

Der Brand eines Reihenhauses in Selm-Beifang hinterließ am Dienstag (12.10.) nicht viel mehr als Schutt und Asche. Noch zwei Tage danach lag ein Rauchgeruch in der Luft an der Bismarckstraße. Bei dem Unglück starb nicht nur ein Hund – auch das gesamte Hab und Gut von Mutter und Tochter wurde durch die Flammen zerstört. Das Schicksal der zwei Selmerinnen löste in den sozialen Netzwerken schnell eine Welle der Solidarität aus.

In zahlreichen Beiträgen boten die Menschen in Selm sofort ihre Unterstützung an. Ob Kleidung, Geldspenden oder gleich eine komplett möblierte Wohnung auf Zeit – die Hilfsbereitschaft und Anteilnahme hätte kaum größer sein können. Die war offenbar auch notwendig. „Sie haben jetzt nur noch die Sachen, die sie anhaben“, schrieb eine Freundin der Familie am Abend des Unglücks bei Facebook.

Der dunkel gefärbte Rollladen aus dem Erdgeschoss zeugt von dem Brand am 12. Oktober. © Dennis Görlich © Dennis Görlich

Organisierte Spendenaktionen

Es dauerte nicht lang, bis sich die Helfenden organisierten. Der Elternbeirat der AWO-Kita Konfetti handelte schnell: In den Briefkasten der Kita im Bockmühlenweg können die Selmerinnen und Selmer noch immer einen mit „Elternbeirat Brand“ beschrifteten Umschlag samt Geldspende einwerfen.

Die Briefe sollen allerdings nur in der Zeit von 7.30 Uhr bis 16.30 Uhr hinterlassen werden, teilen die Verantwortlichen mit. Der Briefkasten werde regelmäßig gelehrt, das Bargeld selbst werde nicht in der Kita aufbewahrt.

Zudem soll es in verschiedenen Selmer Geschäften die Möglichkeit geben, eine Geldspende zu leisten. Bei den teilnehmenden Händlern werden Spendendosen für die Brand-Opfer aufgestellt.

Auch die Familie der Betroffenen hat eine Aktion ins Leben gerufen: Über die Spendenplattform GoFundMe wurde eine Geld-Sammlung unter dem Titel „Neuanfang für Mutter und Kind“ gestartet. Bisher kamen dort bereits über 2000 Euro zusammen.

Dankbarkeit für die Hilfe

Die Betroffenen des Brandes zeigen sich gerührt von der vielen Hilfe. Mutter und Tochter bedankten sich mehrfach in verschiedenen Beiträgen für die Unterstützung. Bereits am Morgen nach dem Unglück äußerte sich die Mutter öffentlich bei Facebook: „Ich möchte mich bei allen herzlich bedanken, die uns so lieb unterstützt haben. Vielen Dank für dir ganzen Hilfsangebote.“

Ihre Tochter ergänzte am Tag darauf: „Man weiß gar nicht wie man sich dafür revanchieren kann, das geht wahrscheinlich sogar gar nicht.“ Der größte Verlust sei der Tod ihres Hundes gewesen: „Ihn zu verlieren war sowieso das schlimmste, da er seit fast 14 Jahren bei mir war“, schreibt die Jugendliche. Für das Tier begab sie sich während des Brandes selbst in Gefahr: „Ich bin leichtsinnig zwei Mal ins Haus gerannt, aber konnte ihn wegen des schwarzen Rauches nicht finden.“ Von dem Geld wollen sich die beiden Frauen neue Kleidung und eventuell Möbel kaufen.

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