Das Haus wurde nach dem Brand von der Polizei beschlagnahmt und versiegelt. © Goldstein
Feuerwehreinsatz

Gutachten und Zeugenbefragungen sollen Hausbrand in Selm aufklären

Nach dem Brand eines Hauses in Selm ist die Ursache des Feuers weiter unklar. Ein Gutachter soll das aufklären. Für die Polizei spielen die Zeugenbefragungen eine wesentliche Rolle.

Das Reihenmittelhaus in der Bismarckstraße, das am Dienstag (13.10.) in Brand geraten war, ist von der Polizei versiegelt worden. Nun soll ein Sachverständiger die Ursache des Brandes ermitteln. Die Polizei nennt drei mögliche Optionen, wie der Brand verursacht worden konnte.

Fahrlässige Brandstiftung, vorsätzliche Brandstiftung oder einen technischen Defekt nennt Kreispolizeisprecher Christian Stein als die möglichen Brandursachen. Welche der drei Ursachen es tatsächlich war, soll ein von der Kriminalpolizei beauftragter Brandsachverständiger feststellen. „Das geschieht in der Regel zeitnah“, berichtet Stein.

Zeugenbefragung spielt wesentliche Rolle

Der Sachverständige begutachtet den Ort des Geschehens und erstellt im Anschluss ein Gutachten, das der Polizei als Grundlage für weitere Ermittlungen dient.

Zeugen seien bereits am Tag des Brandes befragt worden, so der Polizeisprecher. Zu sehr ins Detail will Christian Stein wegen der laufenden Ermittlungen nicht gehen, verrät aber: „Die Zeugenbefragung spielt eine wesentliche Rolle.“

Sollten sich bei den Ermittlungen Hinweise auf vorsätzliche Brandstiftung ergeben, sei auch ein Zeugenaufruf denkbar.

Fest steht: Der Brand musste seinen Ursprung im Keller oder Erdgeschoss haben. Durch das Feuer seien nämlich dort Gebäudeschäden entstanden. Durch die enge Bebauung in der Siedlung war nicht nur ein Haus betroffen. „Auch die angrenzenden Häuser wurden leicht beschädigt“, teilt die Kreispolizeibehörde Unna in ihrer Pressemitteilung mit.

Eine Schadenshöhe konnte die Polizei am Mittwoch noch nicht nennen, weil dies auch Bestandteil des Sachverständigen-Gutachtens sein soll.

Drei Stunden Einsatz

Feuerwehr und Polizei wurden am Dienstagnachmittag um 16 Uhr zur Bismarckstraße gerufen. Eine Zeugin habe den Notruf gewählt, so die Polizei. Am Einsatzort habe sich den Beamten bereits dunkle Rauchentwicklung gezeigt. Diese zeigte sich in Richtung Straße und hinten zum Garten des Hauses. Insgesamt 55 freiwillige Kräfte der Feuerwehr aus Selm und Bork begannen von beiden Seiten mit den Löscharbeiten, um den Brand unter Kontrolle zu bringen.

Nach etwa drei Stunden, gegen 19 Uhr, erklärte die Feuerwehr den Einsatz für beendet. Zuvor wurde – auch mit Hilfe der Drehleiter – sichergestellt, dass keine Glutnester im Haus zurückblieben.

Personen befanden sich zwar während des Brandes nicht im Haus, allerdings fiel ein Hund den Flammen zum Opfer. Das Tier starb. Der Brandsachverständige soll nun in den kommenden Tagen ermitteln, warum es dazu kommen musste.

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1989 im Ruhrgebiet geboren, dort aufgewachsen und immer wieder dahin zurückgekehrt. Studierte TV- und Radiojournalismus und ist seit 2019 in den Redaktionen von Lensing Media unterwegs.
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Dennis Görlich

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