Schwimmen in Selm

Hallenbad-Neubau in Selm: Stadtverwaltung greift nach jedem Strohhalm

Selm braucht ein neues Hallenbad, Darin waren sich bislang alle einig. Die Stadtverwaltung hat jetzt allerdings Mittel für eine Sanierung beantragt und nicht für einen Neubau.
Wegen Corona muss das Schwimmbad am Kreisverkehr Kreisstraße/Sandforter Weg(4Elements) für Freizeitsportler geschlossen bleiben. Die Pläne für seine Zukunft gehen aber weiter. © Sylvia vom Hofe

Nur wenn es Zuschüsse gibt, wird etwas aus den Selmer Hallenbad-Plänen. Damit die Mitglieder des neuen Rates erst gar nicht auf falsche Gedanken kommen, hatten ihre Vorgänger das im Haushaltsplan 2021 festschreiben lassen: „Die Mittel für den Neubau in den Jahren 2022/23 stehen unter dem Vorbehalt einer Förderung aus Landeszuwendungen“, steht dort ausdrücklich. Nur wenn Geld aus Berlin oder Düsseldorf fließt, sei es denkbar, das Zehn-Millionen-Euro-Projekt 2022/23 anzugehen. Einen Zuschuss von Berlin hat die Stadtverwaltung Ende Oktober beantragt – allerdings nicht für einen Neubau, sondern für eine Sanierung.

„Warum Sanierung und nicht Neubau?“ Diese Frage hatte Selms Erste Beigeordnete Sylvia Engemann selbst in der ersten Sitzung des Rates gestellt. Bei der Antwort blieb sie aber vage – genauso vage, wie zurzeit noch die Pläne sind und die Aussichten, ob je Geld aus dem neuen Konjunkturförderprogramm des Bundes fließen wird. Wenn Selm tatsächlich den Zuschlag bekäme, könnten es maximal 3 Millionen Euro werden.

„Wir greifen nach jedem Strohhalm und wollen uns Fördermittel sichern“, sagte Engemann. Es gelte, „in alle Richtungen zu denken“: also weiter an einen Neubau des Hallenbades an der Badestraße. Auch an den Bau eines 100-Betten-Hotels am jetzigen Hallenbad-Standort durch einen privaten Investor, der sein Hotel-Bad auch der Öffentlichkeit anbietet Aber auch an eine Sanierung der fast 50 Jahre alten Bades.

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