Das Selmer Hallenbad soll mit Fördergeldern des Bundes saniert werden. (Archivbild) © Sylvia vom Hofe
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Hallenbad-Sanierung in Selm: So laufen die Verkaufsverhandlungen

Für die Sanierung des Hallenbades hat der Bund eine Summe von 2,97 Euro in Aussicht gestellt. Das Bad muss dafür aber zurück in städtischen Besitz. Wie laufen die Verkaufsverhandlungen?

Sanierung oder Neubau? Seit Jahren ist das in die Jahre gekommene Hallenbad am Kreisverkehr Kreisstraße/Sandforter Weg Thema in Selm. Fest stand schon früh: Nur aus eigenen Mitteln würde die Stadt da in keine der beiden Richtungen weiterkommen. Anfang Februar 2021 dann die erlösende Neuigkeit: Der Haushaltsausschuss des Bundes bewilligte 2,97 Millionen Euro für die Badsanierung. Wie geht es jetzt weiter?

Damit die Fördergelder fließen können, muss das 40 Jahre alte Bad zurück in städtische Hand. Wie laufen die Verhandlungen zwischen der Stadt Selm und dem jetzigen Eigentümer Heinrich Ferkmann? Gibt es eine Frist, bis wann die Verhandlungen abgeschlossen sein müssen, damit die Fördergelder nicht verfallen?

Stadt bereitet genauen Förderantrag vor

Die Stadt Selm sei gerade am Anfang eines zweistufigen Förderverfahrens, sagt Stadtsprecher Malte Woesmann auf Anfrage dazu. Bisher liege die Zusage vor, dass die Stadt Mittel für die Sanierung aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ erhalten könne. Aktuell bereite die Stadt den genauen Förderantrag vor.

Laut Woesmann ergeben sich aus der dann erteilten Fördermittelzusage gegebenenfalls Fristen für die Umsetzung. Will heißen: Bis wann das Hallenbad spätestens in städtischem Besitz sein muss ist noch nicht klar. Die Frage, wie viel die Stadt Selm in den Kauf des Hallenbades zu investieren bereit ist, bevor es dann saniert werden kann, blieb bisher unbeantwortet.

„So lange das Bad mir gehört, betreibe ich es.“

Kann der Selmer Physiotherapeut und aktueller Hallenbad-Eigentümer Heinrich Ferkmann mehr über die Verhandlungen verraten? „Wir haben Gespräche geführt. Die Perspektiven müssen noch ausgelotet werden“, sagt er am Telefon. Weiter könne er das nicht kommentieren. Es sei noch unklar, wohin die Reise gehen werde. Er sei „in der Rolle des Beobachters“, nicht in der des Akteurs, betont Ferkmann. Zum zeitlichen Rahmen sagt er: „So lange das Bad mir gehört, betreibe ich es.“

Für Besucher ist das Hallenbad in Selm Corona-bedingt noch immer geschlossen. Bisher gebe es noch keine Perspektive zu öffnen, sagt der Hallenbad-Chef. Er hoffe auf Juni. Das Bad sei in Standby und könne innerhalb von zwei Tagen öffnen, sobald das möglich sei.

Ausnahmen sieht die Coronaschutzverordnung vom 12. Mai nur für Schulschwimmen und Anfängerschwimmen vor. Eine Schule habe sich bereits angemeldet und der Schwimmkurs der Fünf- bis Achtjährigen, die ihr Seepferdchen machen wollen, laufe auch wieder an, so Ferkmann. 5 Kinder pro Gruppe könnten kommen.

Zu den Verkaufsverhandlungen des Hallenbades sagt er abschließend: „Erstmal abwarten.“ Aber auch: „Eine Entwicklung wird es geben.“

Über die Autorin
Volontärin
Ist am Niederrhein geboren und aufgewachsen. Hat Germanistik und Kunstgeschichte studiert und lebt seitdem in ihrer Wahlheimat Bochum. Liebt das Ruhrgebiet und all seine spannenden Menschen und Geschichten.
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Irina Höfken
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