Harter Winter schlägt sich auf Bilanz der Stadtbetriebe nieder

SELM Der harte Winter hat sich deutlich auf die Bilanz der Stadtbetriebe Selm ausgewirkt. Die Kosten waren erheblich gestiegen. Stepahn Schwager berichtete im Verwaltungsrat der Stadtbetriebe über Details.

von Von Malte Woesmann

, 20.03.2009, 16:41 Uhr / Lesedauer: 1 min
Harter Winter schlägt sich auf Bilanz der Stadtbetriebe nieder

Der Winterdienst der Stadtbetriebe hatte in der letzten Saison viel zu tun.

Über 1100 Personalstunden mussten für den Winterdienst aufgebracht werden. 180 Tonnen Salz und 27 Tonnen sonstige Streumittel wurden auf den Straßen Selms verteilt. Kosten von 61.000 Euro "Unter dem Strich stehen Kosten von insgesamt 61.000 Euro", berichtete Stephan Schwager dem Verwaltungsrat der Stadtbetriebe am Donnerstag. Die CDU-Fraktion hatte hierzu eine Anfrage gestellt.

Die Kosten waren so um fast das Dreifache gestiegen. In der vorigen Wintersaison beliefen sie sich noch auf 21.000 Euro. "Das heißt, dass wir für die Folgejahre die Gebühren für den Winterdienst wieder anheben müssen", so Schwager weiter. Aufgrund der milden Winter in den vergangenen Jahren konnten die Gebühren zuletzt immer gesenkt werden.

Negativ äußerte sich der kalte Winter nicht nur bei der Kostenseite. Auch mit der zum ersten Mal eingeführten Neuregelung des Winterdienstes in den Außenbezirken gab es negative Erfahrungen. Nach dem Mutterpapier sind die Stadtbetriebe Selm nämlich nicht mehr für den Dienst in vielen Außenbezirken der Stadt zuständig. Probleme in den AußenbezirkenSo wurden in der Vergangenheit auch Straßen geräumt, die in der Baulast des Kreises Unna sind. Nun werden die Straßen nicht mehr von den Stadtbetrieben geräumt.

Dies hatte zur Folge, dass dort überhaupt nicht geräumt wurde. "Es hat sich jedoch gezeigt, dass es in Extremsituationen wie im jetzigen Winter zu großen Probleme gekommen ist", so Schwager.

Vielerorts sei die Schneedecke so fest gefahren gewesen, dass die Stadtbetriebe doch einschreiten mussten. "Wir müssen über die Reduzierungen also eventuell noch einmal nachdenken", betonte der Vorstand der Stadtbetriebe.

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