HEM-Tankstelle in Selm: Bagger schafft Fakten - Bald kann getankt werden

mlzHEM-Tankstelle

Die gerichtlichen Auseinandersetzungen um die Zulässigkeit des Bauvorhabens sind erledigt. Jetzt wird es einen großen Schritt Richtung Realisierung der HEM-Tankstelle geben.

Selm

, 25.05.2020, 14:17 Uhr / Lesedauer: 2 min

Am vierten Arm des Kreisverkehrs B236/Zeche-Hermann-Wall werden die ersten Etappen auf dem Weg zur Ansiedlung einer HEM-Tankstelle sichtbar. Bagger schaufeln tief in die Erde, um Platz zu schaffen für Stahl-Tanks. Sie werden im Laufe dieser Woche in die Grube eingelassen, teilt das Unternehmen Deutsche Tamoil GmbH mit. Die GmbH gehört zur niederländischen Oilinvest-Gruppe, die nach eigenen Angaben rund 2200 Tankstellen in Europa betreibt. Bald auch in Selm.

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Und dieser zeitliche Begriff „bald“ kann sogar schon präzisiert werden. Nach Auskunft der Unternehmenskommunikation kann an der HEM-Tankstelle „voraussichtlich ab August“ getankt werden.

Kran lässt Tanks in die Erde ein

Und einen großen Schritt vollziehen die Bauarbeiten noch in dieser Woche. Dann soll laut Unternehmenskommunikation der Deutschen Tamoil GmbH ein 250-Tonnen-Kran die 15 Tonnen schweren Tanks in die Erde einlassen. Um die Dimensionen dieser Stahl-Tanks noch zu verdeutlichen: Die Tanks haben ein Fassungsvermögen von jeweils 80.000 Litern, teilt die Deutsche Tamoil GmbH mit.

Dass die Arbeiten jetzt so weit gediehen sind, dass Tamoil bereits einen konkreten Eröffnungstermin ins Spiel bringt, war bis Anfang des Jahres noch nicht abzusehen. Per gerichtlichem Eilverfahren hatte ein Selmer Ehepaar versucht, die Umsetzung des gesamten Bauprojekts am vierten Arm des Kreisverkehrs mit Tankstelle, Burger-King-Filiale und Saug-Wasch- sowie Ladepark zu stoppen. Es ging dabei um die zu befürchtende Lärmentwicklung.

Die Arbeiten ruhten, weil der Investor des gesamten Projekt, das Unternehmen Rüschkamp, nicht riskieren wollte, womöglich Gebäude wieder abreißen lassen zu müssen.

Die Klage wurde zurückgezogen. Vom Verwaltungsgericht hieß es, dass der Fall gründlich geprüft worden sei, und deutete damit an, dass eine Klage abgewiesen würde.

Nun sind nach den Juristen die Bauarbeiter im Spiel. Was auf der Fläche am vierten Kreisverkehrsarm passiert, ist Teil einer Umstrukturierung der südlichen Innenstadt. Der Standort des Autohauses Rüschkamp an der Kreisstraße ist ebenso Geschichte wie die Aral-Tankstelle. Beides wurde abgerissen und schafft Platz für die Ansiedlung eines Rewe-Marktes und einer Aldi-Filiale.

Rüschkamp ist mittlerweile mit der Marke Opel an die Schachtstraße gezogen, wo vorher schon unter anderem die Marke Kia vertrieben wurde.

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