Hinlegen gegen den Pflege-Notstand

Flashmob in Selm

Ein bundesweiter Flashmob sollte am Samstag auf die Missstände in der Pflege aufmerksam machen. Auch in Selm beteiligten sich Angestellte der Pflegedienste, Freunde und Befürworter und legten sich für zehn Minuten hin.

Selm

, 13.04.2014, 12:41 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Folge sei, dass alle zu kurz kämen: Patienten, die nicht individuell betreut werden können, Pflegepersonal, das von einem Patienten zum anderen hetzt und auch die Angehörigen, die mit ihren Fragen allein gelassen würden. Zeit für zwischenmenschliche Anteilnahme gäbe es kaum noch. „In zwanzig Minuten muss ein Patient gewaschen und angezogen werden, die Fahrt zum nächsten Haushalt ist darin auch schon enthalten“, schilderte Sen. „Wir wollen unsere Arbeit menschenwürdig, verantwortungsvoll und vernünftig leisten“, wünschten sich die Beteiligten an dem Flashmob.

Bei diesem einen Flashmob soll es nicht bleiben. Weitere Aktionen seien in der Zukunft geplant, kündigte Jasmina Sen an. Mit der Beteiligung am ersten Flashmob war Sen zufrieden. Sie hofft auf weitere Unterstützung.

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