(V.l.n.r) gGmbH-Geschäftsführerin Sylvia Dotzauer, Vorstandsvorsitzende Anne Eichler und Architekt Ludolf von Schenck stehen an der Dieselstraße Nummer 7, wo das Borker Hospiz stehen wird. © Irina Höfken
Bauprojekt

Hospiz in Bork: Zeitplan für den Neubau am Dieselweg steht

Die Bauarbeiten für das Hospiz in Bork starten bald. Großzügige Spender haben das ermöglicht. Bis zur Eröffnung werden aber noch helfende Hände gesucht, die das Projekt zum Leben erwecken.

Für Sylvia Dotzauer und ihr Team vom Hospizverein und der gemeinnützigen Gmbh Zum Regenbogen ist eines ganz klar: „Ohne die Spender und Förderer hätten wir diesen Meilenstein nicht erreicht. Wir möchten ein riesiges Danke aussprechen.“ Sie steht vor dem Weizenfeld im Borker Gewerbegebiet am Dieselweg genau an der Stelle, wo sich in nur einem Jahr der Plan vom Borker Hospiz mit der Hausnummer 7 verwirklichen soll.

„Wir freuen uns auf den ersten Spatenstich“

Seit sieben Jahren kämpfen Dotzauer und ihre Mitstreiter dafür, dass schwerstkranke Menschen dort einen Ort in ihrer letzten Lebensphase finden. Mehr als drei Millionen Euro wird der Bau der Einrichtung kosten – das Geld ist jetzt da. „Wir sind an einem Wendepunkt. Der Bauantrag wird jetzt gestellt und die Ausschreibungen sind das nächste Ziel. Wir suchen vor allem nach regionalen Firmen, die an dem Bauprojekt mitwirken wollen“, sagt der Olfener Architekt Ludolf von Schenck, der mit der konkreten Ausgestaltung betreut ist. „Wir freuen uns auf den ersten Spatenstich, der im August oder September stattfinden soll“, ergänzt Dotzauer.

Wo jetzt noch der Weizen auf dem Feld steht, wird das Projekt vom Borker Hospiz verwirklicht.
Wo jetzt noch der Weizen auf dem Feld steht, wird das Projekt vom Borker Hospiz verwirklicht. © Irina Höfken © Irina Höfken
Das ist die Straßenansicht des geplanten Hospizes, vom Dieselweg aus gesehen. Der Blick fällt in Richtung der Terrassen. Eine ruhige und dezent strukturierte Kalksandstein-Fassade ist vorgesehen.
Das ist die Straßenansicht des geplanten Hospizes, vom Dieselweg aus gesehen. Der Blick fällt in Richtung der Terrassen. Eine ruhige und dezent strukturierte Kalksandstein-Fassade ist vorgesehen. © Ludolf von Schenck © Ludolf von Schenck

Ehrenamtliche gesucht: „Zeit ist im Hospiz ein kostbares Gut“

Auf der Suche ist der Hospizverein aktuell nach rund 40 Ehrenamtlichen, die das Fachpersonal am Dieselweg künftig unterstützen wollen. „Die Ausbildung dauert ein Jahr. Das passt super mit der geplanten Bauzeit“, sagt Dotzauer. In 60 Stunden, ein Jahr über die Wochenenden verteilt, werden die Freiwilligen auf die Arbeit mit sterbenskranken Menschen vorbereitet.

„Wir suchen ein ganz breites Spektrum an Ehrenamtlichen. Von Hilfe im Garten, bei der Wäsche oder direkt am Menschen durch Spaziergänge und Vorlesen ist alles möglich“, erklärt Sylvia Dotzauer. Auch wie viel Zeit man einbringen möchte, sei vollkommen flexibel: „Zeit ist im Hospiz ein kostbares Gut. Für diejenigen, die sie bekommen, als auch für die, die sie geben.“

80.000 bis 100.000 Euro Spenden müssen jährlich zusammenkommen

Nach Vereins- und Vorstandsmitgliedern ist der Verein ebenfalls auf der Suche und freut sich über zahlreiche Interessierte: „Wenn nicht gerade Corona ist, organisieren wir durchgehend Aktionen. Ob für den Weihnachtsmarkt oder das Stadtfest.“ Denn auch wenn die Summe für den Bau zusammen ist, werden weiterhin Spenden gebraucht: „Jährlich müssen 80.000 bis 100.000 Euro zusammenkommen. Das macht 5 Prozent der Bewohner-Kosten aus.“ Die Krankenkasse übernehme 95 Prozent der Kosten, so Dotzauer.

Hospiz Zum Regenbogen gGmbH

Kontakt

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Über die Autorin
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Ist am Niederrhein geboren und aufgewachsen. Hat Germanistik und Kunstgeschichte studiert und lebt seitdem in ihrer Wahlheimat Bochum. Liebt das Ruhrgebiet und all seine spannenden Menschen und Geschichten.
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Irina Höfken

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